Sennerin – ein schöner, aber auch anstrengender Beruf

Leben im Paradies in Verbindung mit oft mühsamer Arbeit: Wer als Sennerin arbeitet, tut dies meist aus Überzeugung.

Im späten Frühjahr zieht die Sennerin mit den Kühen auf die Alm. Dort erwartet sie eine arbeitsreiche Sieben-Tage-Woche. Jeden Morgen, sonntags wie werktags, heißt es: früh aufstehen, denn es gibt viel zu tun. Bis meist Mitte September bleibt die Sennerin mit ihren Tieren auf der Alm.

Sommer auf der Alm(c)Martina Gappmaier
Sommer auf der Alm(c)Martina Gappmaier

Arbeiten einer Sennerin

Den Arbeitsplatz einer Sennerin kann man sicher als einen der schönsten auf der Welt bezeichnen. Inmitten herrlicher Bergwelt geht sie ihren umfangreichen Tätigkeiten nach.

  • Sich um die Tiere kümmern,
  • Kühe melken,
  • Milch verarbeiten,
  • und oft auch Gäste bewirten

stehen zum Beispiel täglich auf ihrem Arbeitsprogramm.

Almenparadies im Salzburger Land

Im Tennengau gibt es viele schöne Almen, auf denen die Wanderer bewirtet werden. Sie laden Gäste und Einheimische auf eine gemütliche Einkehr ein. Dort gbit es die köstlichen Almprodukte direkt auf den Tisch. Gleich mehrere Almhütten finden wir im größten zusammenhängenden Almengebiet Österreichs: der wunderschönen Postalm.

Die Schnitzhofhütte auf der Postalm

Die Postalm ist nicht nur ein Paradies für Naturliebhaber, sondern auch für Feinschmecker. So ist zum Beispiel der Käse von der Schnitzhofalm von der eigenen Almkäserei weithin bekannt.

  • Bergkäse
  • Schnittkäse
  • Bierkäse
  • oder auch in Knoblauch und Öl eingelegter Weichkäse

lassen das Herz jedes Käseliebhabers höher schlagen. Aber auch der Speck und das Verhackte sind ein Genuss auf der Schnitzhofalm. Dazu wird frischgebackenes Bauernbrot serviert. Im kleinen Almladen kannst du dir die Köstlichkeiten auch für zu Hause kaufen.

Interview mit der Sennerin der Schnitzhofalm

Die Schnitzhofalm wird seit Jahrhunderten von der Familie Schnitzhofer aus Abtenau bewirtschaftet. Hannah Bachler aus Abtenau hat Martina Schnitzhofer, die Sennerin der Schnitzhofalm, um ein Interview gebeten.

Wie bist du auf die Idee gekommen, Sennerin zu werden?

Martina Schnitzhofer: „Ich liebe die Landschaft und bin gerne auf der Alm. Außerdem ist die Almwirtschaft ein zusätzliches Einkommen für uns.”

Wie bist du auf die Schnitzhofalm gekommen?

Martina Schnitzhofer: „Die Schnitzhofalm ist unser Erbe. Mein Mann hat sie geerbt. Sie gehört zum Schnitzhof, einem alten Erbhof in Abtenau.“

Wann beginnt die Saison auf der Alm und wann endet sie?

Martina Schnitzhofer: „Die Almsaison beginnt Mitte Juni und endet, je nach Witterung, im Oktober. Die Kühe kommen aber schon im September ins Tal, denn dann ist die Alm abgeweidet. Die Almhütte wird aber nach dem Almabtrieb noch bis Mitte/Ende Oktober bewirtschaftet.“

Wie sieht so ein Tagesablauf auf der Alm aus?

Martina Schnitzhofer: „Normalerweise holt die Sennerin in der Früh die Kühe von der Weide. Diese werden dann gemolken. Aus der Milch wird Käse, Butter oder Topfen produziert. Später wird genussvoll gefrühstückt. Dann wird Brot gebacken und die Vorbereitungen in der Küche beginnen. Zwischen zehn und elf Uhr kommen die ersten Gäste. Die Bewirtschaftung der Gäste dauert bis circa 18 Uhr. Am Abend wird dann wieder in den Stall gegangen.“

Was gefällt dir am Almleben besonders gut?

Martina Schnitzhofer: „Besonders genieße ich die Ruhe am Morgen. Diese Ruhe auf der Alm, dazu die Natur in Kombination mit den Gästen mag ich wirklich gern. Außerdem gefällt mir die Verarbeitung der Produkte. Es freut mich sehr, dass dies alles hier von den Gästen so gut angenommen und auch geschätzt wird.“

Hast du einen Lieblingsplatz auf der Postalm?

Martina Schnitzhofer muss nicht lange überlegen: „Auf dem Pitscherberg und der Pitscherberghütte bin ich besonders gern!“

An welches Erlebnis auf der Alm erinnerst du dich am liebsten?

Martina Schnitzhofer: „Erlebnis auf der Alm?“ Nach einer kurzen Denkpause antwortet sie: „Besonders gerne erinnere ich mich an die Liachtbratlmontage!“ Martina fügt lachend hinzu: „Da ist es immer voll lustig mit den Gästen.“ (Liachtbratlmontag = Zeitpunkt, an dem im Herbst früher bei der Arbeit das erste Mal wieder ein künstliches Licht benutzt wurde.)

Welche Spezialitäten sollte man auf der Schnitzhofalm auf jeden Fall kosten?

Martina Schnitzhofer: „Auf jeden Fall kosten sollte man unsere köstliche Almjause und das frische Bauernbrot. Der täglich frischgebackene Topfenstrudel ist auch sehr empfehlenswert.“

Was machst du im Winter?

Martina Schnitzhofer antwortet lachend: „Im Winter verwöhne ich meine Familie und meine Hausgäste. Außerdem produziere ich Käse. Dieser wird dann im Sommer auf der Alm verkauft.“

Unsere schönen Almen im Tennengau – immer einen Besuch wert

Martina auf der Schnitzhofalm, aber auch alle anderen Sennerinnen und Senner auf unseren schönen Tennengauer Almen freuen sich auf euren Besuch. Lasst euch von ihnen mit ihren köstlichen Almspezialitäten verwöhnen.

 

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