Moosbeerspatzl auf der Rettenegghütte

Moosbeerspazn, Heidelbeernocken oder doch Schwarzbeertaschen?

„Wald Shoppen“

Wer mich aktuell in der Natur antrifft, darf sich nicht wundern das ich anstelle eines Rucksackes einen Kübel mit mir trage, denn Juli und August ist die optimale Zeit um in unseren heimischen Gebieten „einkaufen“ zu gehen. Angefangen von Kräutern, Eierschwammerln und meine Favoriten die Moosbeeren. Warum ausgerechnet diese kleine Vitaminbomben meine Lieblinge sind verrate ich euch gerne.

Moosbeeren auf der Postalm

Moosbeeren auf der Postalm

Vaccinium myrtillus

…das ist der wissenschaftliche Name der Heidelbeere. Im Lammertal nennen wir die leckeren Beeren „Moosbeere“. Es gibt aber sehr viele verschiedene Bezeichnungen für die kleinen Leckerbissen, z.B. „Zeckbeere“ heißen sie im Salzkammergut oder „Schwarzbeere“ in den Gebirgsgauen Salzburgs. Kennst du noch andere Namen?

Blaue Zunge lässt grüßen….

Die meisten der Beeren die es in den Kübel anstelle von meinem Mund schaffen, werden Zuhause zu leckeren Moosbeer Nockerl „verkocht“. Bis es die süße Nachspeise auf meinen Teller schaft ist Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt.

Frische Moosbeeren, selber gepflückt

Frische Moosbeeren, selber gepflückt

Sammelleidenschaft

Zuerst suche ich „meinen Stammplatz“ auf, danach wird jede Moosbeere einzeln vom Stiel und von den Blättern gelöst, nebenbei wird die eine oder andere schon verspeist. Natürlich könnte ich das auch mit einen Riffel machen, aber auch das muss gelernt sein, sonst hat man danach die „Fitzlarbeit“. Puuh bis da ein Eimer voll ist, vergeht schon einiges an Zeit aber das ist es mir auf alle fälle Wert. Gerne teile ich mit euch das Rezept:

Moosbeerspazn für 2 Personen

  • 4 große, gehäufte Esslöffel glattes Mehl
  • 4 Handvoll Moosbeeren
  • 2 gute Prisen Salz
  • heiße Milch
  • Butter
  • Staubzucker

Das Mehl in eine Schüssel geben und salzen, danach die Moosbeeren untermischen. Die heiße Milch langsam untergießen und mit einem Löffel unterrühren bis eine zähflüssige Masse entsteht. Die Masse darf nicht zu fest sein, aber auch nicht zu flüssig. Wenn man den Löffel aus dem Teig hebt sollte diese wie ein Kaugummi zu ziehen sein. Nun die Butter (nur nicht sparen!) in einer Pfanne erhitzen. Mit dem Löffel Teiglaibchen in die Pfanne geben und auf beiden Seiten anbraten bis eine knusprige Kruste entsteht. Auf einem Teller trappieren und mit Staubzucker bestreuen. Fertig ist der Leckerbissen!

Und habe ich euch auf den Geschmack gebracht? Gleiches Recht für alle, ich habe noch welche für euch übrig gelassen. Viel Spass beim Sammeln und Nachkochen.

 

Petra
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