Genusswandern durch die Stadt Hallein

Zarte Pralinen von Braun, ein edles Schnapserl vom Guglhof – beim kulinarischen Stadtrundgang durch Hallein kann man sich die köstlichen Spezialitäten der Salinenstadt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen lassen und erhält dazu noch spannende Einblicke in die Halleiner Geschichte. Doppelter Genuss, also. Kommt mit auf eine historische Genusstour!

Die enge Jeans sollte man bei dieser speziellen Stadtführung lieber im Schrank lassen. „Nichts für enge Hosen“ lautet das Motto der kulinarischen Stadtführung, die der Tourismusverband Hallein/Bad Dürrnberg im Rahmen des Aktivprogramms 2019 anbietet. Alles, was mit Essen und Genuss zu tun hat, klingt für mich verlockend. Deshalb hab ich an einer kulinarischen Stadtführung teilgenommen – und wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil! Zwar kannte ich einige der Lokale und Geschäfte in Hallein, die wir bei dieser Tour angesteuert haben, bereits schon. Aber es ist noch einmal etwas ganz anderes, wenn die Chefin oder der Chef persönlich erklärt, was Genuss für sie oder ihn bedeutet, was die Geschichte hinter dem Lokal ist, wo die Produkte herkommen, wie sie verarbeitet werden und, und, und.

In der Konditorei Braun das süße Leben genießen
Das stellen wir gleich bei unserem ersten kulinarischen Stopp fest: der Konditorei Braun. Ich kann mich kaum vom Anblick der Vitrine losreißen. Hier liegen feinste Pralinen neben bunten Macarons, zarten Trüffeln und Konditoreispezialitäten. Bereits seit 1912 steht die Familie Braun für Patisserie auf höchstem Niveau, wie wir erfahren. Confiserie-Meister Gerd Braun sorgt gemeinsam mit seinen Söhnen Wolfgang und Serge und einigen langjährigen Fachmitarbeitern für höchste Qualität – sowohl, was den Einkauf der Rohprodukte betrifft als auch das fertige Produkt. Ob kunstvoll verzierte Hasen zu Ostern, Besonderes zum Muttertag, Desserts und Eis im Sommer, Kürbisse und Hexen zu Halloween bis hin zu Kekserl und Zimtsterne im Winter – alles wird in der Backstube in Hallein per Hand kreiert. Die Braun-Erzeugnisse haben bereits einige Preise gewonnen. Und hat man erst eine dieser Köstlichkeiten probiert, zweifelt man keine Sekunde daran. Wolfgang und Serge reichen uns lächelnd ein Tablett voll zarter Versuchungen. Am liebsten würde ich alle essen, denke ich. Die Optik der Pralinen und Macarons von Braun werden nur noch durch ihren herrlichen Geschmack übertroffen. Wir setzen uns an einen Tisch, der bereits für uns vorbereitet wurde, ordern einen Kaffee und genießen. Wolfgang und Serge setzen sich kurz zu uns an den Tisch und plaudern quasi aus der Backstube. Ein sehr sympathischer Einstieg in die Genusstour – und ein sehr köstlicher.

In der Genusskrämerei ist der Name Programm
Frisch gestärkt wandern wir weiter. Nur wenige Meter von der Konditorei Braun entfernt wartet in der Genusskrämerei bereits das nächste kulinarische Highlight auf uns. Aaron von der Genusskrämerei erzählt uns allerlei Spannendes über die Herkunft der Produkte, die im gemütlichen Lokal angeboten werden. Wir trinken einen Spritzer, der mit einem Schuss Essig verfeinert wurde. Klingt komisch, schmeckt aber exzellent. Nach ein paar detailverliebt angerichteten Häppchen spazieren wir weiter. Die zertifizierte Stadtführerin Jutta, die unsere kleine Gruppe durch Hallein leitet, erzählt mit Witz und Esprit interessante und kuriose Geschichten aus der Historie von Hallein. Immer wieder bleiben wir kurz stehen, weil uns die Stadtführerin auf ein Detail hinweist – einen alten Durchgang mit einer spannenden Geschichte, das Gemälde auf der Fassade des Halleiner Rathauses am Schöndorfer-Platz. Jutta erzählt kurzweilig und geht geduldig auf unsere Fragen ein. Schon stehen wir vor unserem nächsten kulinarischen Stopp, dem Gasthof Hassl. Dort erwartet uns im schönen Gastgarten ein warmes Essen, dazu trinken wir ein kühles Bier.

Edle Tropfen in schönem Ambiente: der Guglhof
Bis zu unserem nächsten und gleichzeitig letzten kulinarischen Halt – der Edelbrennerei Guglhof – marschieren wir eine Weile an der Salzach entlang. Jutta gibt noch die eine oder andere Anekdote zum Besten, und schon stehen wir im schönen Innenhof der Schnapsbrennerei. Anton Vogl und sein Sohn Christoph begrüßen uns persönlich. Bevor wir die edlen Tropfen, mit denen der Guglhof schon viele Preise abgestaubt hat, verkosten, weiht uns Anton Vogl in die Geheimnisse des Schnapsbrauens ein. Auch die schöne alte, umgebaute Scheune, in der die Fässer lagern, dürfen wir besichtigen. Danach kredenzt uns Christoph Vogl verschiedene Schnäpse – von Marille bis Gin. Zu jedem kennt er eine Geschichte und weist uns auf die geschmacklichen Besonderheiten hin. Die Stimmung ist gelöst, die Gruppe entspannt. Nachdem wir das letzte Glaserl geleert haben, verabschieden wir uns von Anton und Christoph Vogl und machen uns gemeinsam auf den Rückweg zur Pernerinsel. Mit gut gefüllten Bäuchen und den Kopf voll schöner Bilder von Hallein.

Wenn ihr auch einmal bei einer kulinarischen Stadtführung durch Hallein teilnehmen wollt, könnt ihr euch einfach beim Tourismusverband Hallein/Bad Dürrnberg dafür anmelden.
Treffpunkt zur Stadtführung ist der Tourismusverband Hallein/Bad Dürrnberg, direkt auf der Pernerinsel. Die Führungen beginnen jeweils um 16.00 Uhr, dauern rund 4 Stunden und kosten 39,- Euro pro Nase. Ihr solltet bequeme Schuhe anhaben – und eine weite Hose.

Hier geht´s zum Tourismusverband Hallein:

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