Aus dem eigenen Ofen: köstliches Brot

Brot selber backen lohnt sich: Es schmeckt herrlich und du weißt genau, welche Zutaten drinnen sind.

 

Es gibt unzählig viele Brotsorten. Dabei sind die Bestandteile im Grunde immer die Gleichen:

  • Mehl
  • Flüssigkeit
  • Salz
  • und ein Triebmittel

Für ein gutes Brot werden diese Elemente gründlich miteinander verknetet. Damit das Brot gelingt, ist auch noch Zeit von Nöten: Zeit zum Aufgehen, zum Rasten, zum Backen und zum Auskühlen.

Frisch angeschnitten (c)Martina Gappmaier
Frisch angeschnitten (c)Martina Gappmaier

Brotbacktag

Heute ist bei mir wieder einmal Brotbacktag. So ein bis zwei Mal in der Woche backe ich für meine Familie und mich frisches Brot. Um Abwechslung auf den Tisch zu bekommen, wechsle ich immer wieder zwischen verschiedenen Brotsorten ab. Heute möchte ich ein herzhaftes Mischbrot aus Roggen- und Weizenmehl backen.

Brot aus Weizen und Roggen (c)Martina Gappmaier
Brot aus Weizen und Roggen (c)Martina Gappmaier

Teig für ein leckeres Mischbrot

Für ein köstliches Mischbrot gebe ich Wasser, Sauerteig, Roggen- und Weizenmehl, Salz und Germ in die Knetschüssel meiner Küchenmaschine. Auf kleiner Stufe lasse ich sie aus den Zutaten einen glatten Teig kneten. Nach zehn Minuten schalte ich die Maschine aus. Die Schüssel mit dem Teig decke ich mit einem sauberen Tuch ab und stelle sie ins Wohnzimmer zum Ruhen. Nach 6 Stunden hat sich der Teig sichtlich vergrößert.

Vom Teig zum Brot

Ich teile den Brotteig in zwei gleich große Teile. Bevor ich aus den beiden Hälften zwei kleine Laibe forme, werden sie noch einmal kurz durchgeknetet. Nun lasse ich sie eine Stunde zugedeckt auf dem Backblech rasten. In der Zwischenzeit gebe ich eine feuerfeste Schüssel auf den Backofenboden. Den Ofen heize ich bei 250 Grad vor. Bevor ich das Blech mit den beiden Laiben in den Ofen schiebe, steche ich noch einige Löcher in den Teig. Danach besprühe ich die Teiglaibe mit Wasser. Anschließend kommt das Blech in den Backofen. Bevor ich die Tür schließe, gieße ich noch etwas kaltes Wasser in die Blechschüssel am Ofenboden. Nach 10 Minuten drehe ich den Temperaturregler auf 180 Grad runter. Aus dem Backofen strömt bereits ein köstlicher Geruch. Nach weiteren 40 Minuten nehme ich die beiden Brotlaibe aus dem Ofen. Prüfend klopfe ich auf ihre Rückseite. Ja, sie scheinen fertig gebacken zu sein. Mmmmh, am liebsten würde ich mir sofort ein Stück abschneiden. Aber ich halte der Verlockung stand und lasse die frischen Brote zuerst auf einem Gitter gut abkühlen.

Brote gut auskühlen lassen (c)Martina Gappmaier
Brote gut auskühlen lassen (c)Martina Gappmaier

Soooo köstlich!

Das Schlechte an frischem Brot ist, dass es nicht lange hält. Beim Abendessen bestätigt sich diese These wieder einmal. Ruckzuck ist ein recht großer Teil des Brotes verspeist. Frisch gebackenes Brot ist einfach Genuss pur!

Ein Genuss - hausgemachtes Brot (c)Martina Gappmaier
Ein Genuss – hausgemachtes Brot (c)Martina Gappmaier

Rezept für ein selbst gemachtes Mischbrot

Für ein köstliches Mischbrot brauchst du folgende Zutaten:

  • 500 g Roggenmehl
  • 500 g Weizenmehl Type W 700
  • ½ Würfel Germ
  • 28 g Salz
  • 300 g Sauerteig
  • 600 ml lauwarmes Wasser
  • optional Brotgewürz nach Geschmack
Die Zutaten für ein Mischbrot (c)Martina Gappmaier
Die Zutaten für ein Mischbrot (c)Martina Gappmaier

So bereitest du das Roggen-Weizen-Mischbrot zu:

  • Verknete alle Zutaten zu einem glatten Teig.
  • Lass den Teig abgedeckt ruhen bis er sich sichtlich vergrößert hat.
  • Dann knetest du ihn noch einmal kurz durch.
  • Anschließend formst du aus dem Brotteig zwei gleich große Laibe.
  • Diese lässt du zugedeckt auf einem Backblech eine Stunde ruhen.
  • Stelle eine feuerfeste Schüssel auf den Boden des Backofens.
  • Heize den Ofen auf 250 Grad (Ober-/Unterhitze) vor.
  • Steche die Laibe aus Teig mehrmals ein und besprühe sie mit Wasser.
  • Schiebe das Backblech mit den Brotlaiben in den Backofen.
  • Gib ca. 150 ml kaltes Wasser in die Schüssel am Backofenboden.
  • Nach 10 Minuten reduzierst du die Backofentemperatur auf 180 Grad.
  • 40 Minuten später nimmst du die Brote aus dem Ofen. (Achtung: Sehr heiß!)
  • Klopfe auf die Rückseite der Brotlaibe: Hören sie sich hohl an, sind die Brote fertig. Wenn nicht, müssen sie noch einmal zurück in den Ofen.
  • Lasse die Brotlaibe auf einem Gitter gut auskühlen.

Sauerteig herstellen

Falls du keinen Sauerteig zu Hause hast, kannst du ihn beim Bäcker besorgen. Oder du setzt dir selber einen an. Dafür gehst du folgendermaßen vor:

Tag 1:

  • Du verrührst 150 g Vollkornroggenmehl mit 150 ml lauwarmen Wasser.
  • Decke die Mischung ab.
  • Lass das Ganze 24 Stunden bei Raumtemperatur rasten.

Tag 2:

  • Rühre erneut 150 g Vollkornroggenmehl und 150 ml lauwarmes Wasser dazu.

Tag 3:

  • Nach weiteren 24 Stunden wiederholst du dein Vorgehen von Tag 1 und Tag 2.

Tag 4:

  • Dein Sauerteig sollte nun leicht säuerlich riechen.
  • Nun kannst du deinen Sauerteig verwenden.
  • Den restlichen Sauerteig kannst du in einem luftdichten Gefäß im Kühlschrank aufbewahren.
  • Damit er nicht schlecht wird, rühre 1 – 2 Mal im Monat etwas Vollkornroggenmehl und Wasser zu gleichen Teilen hinzu.
Mmmh, frisches Brot (c)Martina Gappmaier
Mmmh, frisches Brot (c)Martina Gappmaier

Kneten, Warten, Formen, Backen – und genießen

Ich wünsche dir viel Freude beim Brot backen und beim anschließenden Verzehren!

Guten Appetit (c)Martina Gappmaier
Guten Appetit (c)Martina Gappmaier

 

 

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