Bad Dürrnberg ist der älteste Wallfahrtsort Salzburgs. Hier befindet sich die Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Dürrnberg. Die „Wunderbare Mutter vom Dürrnberg“ wird in dem prächtigen Gotteshaus, aus glattem rotem Marmor verehrt. Viele Besucher und Wallfahrer kommen hier her um Buße zu tun, Fürbitten auszusprechen oder um neue Lebensenergie zu schöpfen. Denn der Ort ist auch als besonderer Kraftplatz bekannt.

Ausblick genießen und Kraft tanken

Hoch über dem Salzachtal liegt die Wallfahrtskirche Maria Dürrnberg. Der Blick reicht weit! Entlang der Salzach bis zur Stadt Salzburg und noch weiter. Im Westen blickt man auf die markanten Felsformationen über Hallein – dem großen und kleinen „Barmstein“. Auch am Panorama der Osterhorngruppe ostwärts mit dem Schlenken, dem Schmittenstein und dem Trattberg, kann man sich erfreuen. Am besten genießt man die Aussicht bei den Rastbänken links neben der Kirche entlang der Kirchenmauer. Der Rutengeher und Salzburger Arzt Dr. Hans Gasperl (i.R.) ist sich ganz sicher, dass genau an diesem Platz besondere Energien aus der Erde kommen. Gasperl nennt diese „Naturmedikament“ und schreibt darüber auch in seinem Buch “Die geheime Kraft aus der Erde. Wie Wasseradern und Erdstrahlen unser Leben beeinflussen” (Servus Verlag, 2018).

Die Kirche – ein Bauerwerk mit Geschichte

Im Mittelalter blühte der Salzhandel mit dem „weißen Gold“ vom Dürnberg. Es war Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau der sich ein adäquates Kirchenbauwerk für den damaligen „Hotspot“ des Salzbergbaues wünschte. Die Bauarbeiten für das Gotteshaus im frühbarocken Baustil begannen 1596. Wolf Dietrich ließ die alte Kirche von 1498, die sich an genau der gleichen Stelle befand, abreißen. Sein Nachfolger, Markus Sittikus, weihte 1614 die fertige Kirche ein. Sie wurde „die gläserne Kirche“ genannt, weil der polierte Marmor so stark spiegelte, dass man sich darin sehen konnte.

Unter Erzbischof Markus Sittikus entstanden auch das imposante Marmorportal und weitere drei Kapellen, des berühmten Renaissance-Baumeisters Santino Solari (Baumeister des Salzburger Doms). Auch der namhafte italienische Architekt Vinenzo Scamozzi war an der Planung beteiligt. Bei dem großen Marmorportal vor der Kirche griff Markus Sittikus auf eine Kirchenarchitektur zurück die auch für die Kuppel des Salzburger Doms verwendet wurde.

Madonnenstatue schnitzte ein Sträfling

Das „Dürrnberger Gnadenbild“ ist die geschnitzte Madonnenstatue am Hauptaltar. Es ist das Hauptwerk der Kriche. Die Madonnenstatue soll von einem zum Tode verurteilten Sträfling in der Gefängniszelle geschnitzt worden sein. Der Legende nach wurde er nach der Vollendung des Werkes begnadigt.

 Wie geschichtsträchtig der Wallfahrtsort und die Kirchengeschichte von Maria Dürrnberg ist lässt sich aus der Chronik der Kirchen-Website erahnen. Auch bei angebotenen Kirchenführungen erfährt man einiges Interessantes zur Geschichte des Wallfahrtsortes, über den Renaissancebau und die barocke Ausstattung der Kirche, sowie über die unterschiedlichsten Votivgaben. Pfarrer MMag. Roman Eder feiert auch gerne den Gottesdienst mit Wallfahrer-Gruppen die ohne Priester unterwegs sind. Dazu ist allerdings eine Anmeldung erforderlich. Die heilige Messe findet jeden Sonntag um 9 Uhr statt.

Salzbergwerk und Sommerrodelbahn gleich um’s Eck

Eine Wallfahrt auf den Dürrnberg lässt sich übrigens auch gut mit einem Besuch im Salzbergwerk oder mit dem Keltendorf verbinden. Es gibt auch eine Sommerrodelbahn. Diese Ausflugsziele sind zu Fuß in knapp fünfzehn Minuten erreichbar.

Wandertipp: Oberer Knappenweg

Auch eine kleine 2-Stunden-Wanderung entlang den Oberen Knappenweges lässt sich wunderbar mit einem Kirchenbesuch verbinden. Der Obere Knappenweg ist ein Rundwanderweg und führt unmittelbar an der Kirche vorbei.

Kontakt:

Pfarre Maria Dürrnberg

www.maria-duerrnberg.at

T: +43 6245 85194

Aus rotem glatten Salzburger Marmor ist die Renaissancekirche gebaut

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