Mit den Schneeschuhen die Winterlandschaft des Dürrnberg auf großem Fuß erobern

Vor den Toren der Stadt Hallein liegt unser vielseitiger Hausberg, der sich zu jeder Jahreszeit als lohnendes Ausflugsziel präsentiert. Bei Schnee verwandelt sich der Dürrnberg in ein vielseitiges Wintersportparadies. Für entschleunigenden, aber gleichzeitig sportlichen Wintergenuss wollen wir heute Schneeschuhwandern ausprobieren.

Öfter mal was Neues ausprobieren

Die Sonne lugt hinter vereinzelten Schleierwolken hervor, die Luft ist glasklar und eiskalt. Der ideale Tag, um unser heuriges Wintervorhaben umzusetzen. Das Equipment haben wir uns für unseren ersten Versuch von Freunden ausgeborgt. Mit den Worten „selbsterklärend“ und „einmal ausprobiert, bleibt man dabei“, nehmen wir die Ausrüstung dankend entgegen und brechen mit einer guten Portion Vorfreude im Gepäck zu unserem Hausberg auf. Heute sind die Bedingungen geradezu perfekt!

Auf los geht’s los

Am Weg zu unserem Startpunkt checken wir kurz unsere Ausrüstung. Unser Rucksack ist gefüllt mit Wechselkleidung, Stirnband und Ersatzhandschuhen, denn wer weiß, wie oft wir in den Schnee greifen müssen, um etwas an Bindung oder Schuh zu richten oder wie oft wir als blutige Anfänger das Gleichgewicht verlieren. Außerdem gibt es noch einen heißen Kräutertee, Bananen, ein Schinkenweckerl und als Belohnung eine süße Kindheitserinnerung – Mannerschnitten. Was soll da schon schief gehen? Die Schneeschuhe lassen sich schnell und einfach anschnallen. Noch die Stecken in die Hand, den Rucksack mitgenommen und schon sind wir sind startklar. Wir atmen die klare Winterluft, blinzeln in die Sonne und schon geht’s los – unserer ersten Schneeschuhwanderung entgegen.

Wie auf Watte

Die ersten Schritte fühlen sich noch etwas ungelenk an, aber das gibt sich im Nu. Nun richtet sich unser ganzer Fokus auf das völlig neue Gefühl, in den Schnee zu steigen. Mit einer kindlichen Entdeckungsfreude erleben wir ganz neue Seiten einer Winterwanderung. Ein bisschen fühlt es sich an, wie auf Watte zu steigen. Aufgrund der Eiseskälte der letzten Tage ist die oberste Schneeschicht zu einer fluffigen, glitzernden Schneedecke gefroren. Mit unseren Schneeschuhen tauchen wir mit jedem Schritt in ein funkelndes Schneemeer. Ohne dabei unterzugehen. Die Schneekristalle wirbeln um unsere Füße und trotzdem haben wir guten Halt. Einfach traumhaft!

 

Mitten im Winterwunderland am Dürrnberg

Wir hätten es kaum für möglich gehalten, dass wir den Dürrnberg für uns noch einmal neu entdecken dürfen. Durch das bewusste Gehen erleben wir die Umgebung um ein Vielfaches intensiver. Wir können uns nicht erinnern wie lange es her ist, dass uns so viele prachtvolle Eiskristalle im Schnee aufgefallen wären. Gemäßigten Schrittes marschieren über weite Felder und am Waldrand vorbei. Einzigartig ist die Magie des Waldes in seiner Stille, Größe und Schönheit. Wir durchwandern ein Winterzauberland, erhaschen gelegentlich einen Blick auf ein Eichhörnchen oder hören einen Vogel zwitschern. Bald wird der Winter dem Frühling weichen. Heute aber noch nicht, heute sind wir mittendrin im Wintererlebnis.

Entschleunigung pur

Schritt für Schritt gehen wir unseres Weges und genießen unseren Ausflug in vollen Zügen. Als wir oben beim Zinkenstüberl ankommen, sind wir eine wunderschöne, neue Erfahrung reicher. Entspannt und etwas außer Atmen blicken wir hinunter auf die Weite des Salzburger-Beckens, das in goldenes Sonnenlicht getaucht vor uns liegt. Unser Resümee: Wir hätten uns das Schneeschuhwandern nicht so beeindruckend vorgestellt. Es ist tatsächlich unkompliziert, selbsterklärend und macht definitiv Lust auf mehr. Schmunzelnd stellen wir fest, dass wir selbst als Anfänger keine Ersatzhandschuhe benötigt hätten. Etwas in Schwitzen sind wir allerdings schon gekommen. Schneeschuhwandern ist sportlich, aber entschleunigend-sportlich. Es hat die Qualität des Wanderns, die Individualität des Skitourengehens und bietet dabei puren alpinen Genuss. Unsere Freunde hatten recht: Einmal ausprobiert, macht es Lust auf mehr. Wir geben die Schuhe erst in zwei Tagen zurück und drehen uns einmal um die eigene Achse. Wohin gehen wir morgen?

So kommt ihr zum Tourismusverband Hallein/Bad Dürrnberg:

Fotocredits: © TVB Hallein/Bad Dürrnberg

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