Ein spartanisches Kraut: wilder Thymian
Der wilde Thymian ist extrem genügsam. Er braucht nicht viel, um zu wachsen. Ein karger, trockener Boden genügt ihm, um zu gedeihen. Viele andere Pflanzen würden an so extremen Standorten schnell vertrocknen. Er aber kommt mit großer Hitze gut zurecht. Selbst lange Phasen der Trockenheit übersteht die widerstandsfähige Pflanze ohne Probleme. Ebenso trotzt diese schöne Bodendeckerpflanze der Kälte und dem Frost. Der wilde Thymian ist ein wahrer Überlebenskünstler.
Ein Paradies für Insekten
Der wilde Thymian zieht Insekten wie ein Magnet an. Den ganzen Tag summt und brummt es. Verschiedene Insekten wie zum Beispiel
- Honigbienen
- Wildbienen
- Hummeln
- Schmetterlinge
- Käfer
lassen sich auf dem lila Blütenpolster nieder und genießen den süßen Nektar.
Heilkraut wilder Thymian
Der Quendel wird schon seit Jahrhunderten als Heilkraut genutzt. Er wird unter anderem bei
- Husten
- Halsschmerzen
- Heiserkeit
- Magenbeschwerden
- zur Stärkung des Immunsystems
von kräuterkundigen Personen für unser Wohlbefinden empfohlen. Die Ernte erfolgt idealerweise kurz vor der vollständigen Blüte im Hochsommer. Für die eigene Hausapotheke sammelst du den Quendel am besten an einem sonnigen Vormittag. Lass ihn an einem schattigen Ort trocknen. Um das Aroma zu erhalten, bewahrst du die komplett getrockneten Kräuter in gut verschließbaren Gefäßen auf. So kannst du den wilden Thymian das ganze Jahr über verwenden.
Wilder Thymian in der Küche
Mit wildem Thymian lassen sich viele Gerichte in der Küche verfeinern. Das duftende Kraut bringt den Sommer direkt auf unsere Teller. Dafür zupfst du die kleinen Blättchen vom Stiel und würzt damit deine Speisen . Er passt
zum Beispiel zu
- Gemüse
- Fleisch
- Fisch
Um ihn haltbar zu machen, kannst du ihn trocknen oder auch einfrieren.
Kräuterbutter mit wildem Thymian
Zum Kochen verwende ich gerne frische Kräuter. So benutze ich auch mit Freude Quendel direkt von der Wiese zum Würzen. Heute Mittag zum Beispiel möchte ich zu meinem Ofengemüse gerne eine Kräuterbutter mit frischem wildem Thymian machen. Um diesen zu sammeln, muss ich nicht weit gehen. Er wächst direkt hinter unserem Haus auf der Wiese. Für unser Mittagessen pflücke ich einen kleinen Strauß des aromatischen wilden Thymians. In der Küche wird er gründlich mit kaltem Wasser gewaschen. Danach zupfe ich die kleinen Blättchen und die lila Blüten vom Stiel. Beides gebe ich mit einer Prise Salz und etwas Pfeffer in eine Schüssel mit weicher Butter. Nun vermenge ich alle Zutaten gründlich. Im Kühlschrank lass ich die Butter wieder fest werden. Später auf dem Mittagstisch verwandelt die Quendelbutter unser Ofengemüse in einen wahren Genuss. Die Kräuterbutter von der Wiese schmeckt nicht nur zum Ofengemüse köstlich, sondern zum Beispiel auch zu:
- Grillfleisch
- Kartoffeln
- Fisch
- gebratenen Maiskolben
- oder einfach als Brotaufstrich.
Du kannst die Quendelbutter auch auf Vorrat herstellen. Sie eignet sich gut zum Einfrieren. So hast du immer köstliche Kräuterbutter, die nach Sommer schmeckt, zur Hand.
Wilder Thymian, ein vielfältiges Wildkraut
Oft übersehen wir die kleinen Dinge am Wegrand viel zu leicht. Wenn wir bewusster durchs Leben gehen, gibt es viel Schönes zu entdecken. So zeigt uns auch der wilde Thymian, wie vielfältig und gleichzeitig wunderschön unsere Wildkräuter sind. Es lohnt sich wirklich, mit offenen Augen durch unsere Natur zu gehen.
- Gruß von der Wiese: wilder Thymian - 3. September 2026
- Abkühlung am Bach - 6. August 2026
- Erfrischend: Selbstgemachter Eistee-Sirup - 23. Juli 2026










©Martinerhof, Michael Gruber