Kreativ im Schnee

Groß oder klein, dick oder dünn, schneeweiß oder auch dreckverschmiert: sobald ein weißer Teppich unsere Erde bedeckt, taucht er im Garten auf – der Schneemann.

Der Schneemann ist schlechthin das Symbol für den Winter. Im ganzen Land werden in den Schulen und in den Kindergärten in der kalten Jahreszeit die weißen Gesellen gemalt und gebastelt. In unseren Wohnungen und Häusern ist er als Deko-Figur aus Holz, Ton oder auch Metall anzutreffen. Die Kinder lieben den Schneemann als Plüsch- oder Kunststofffigur zum Spielen. Köstlich schmeckt er in Form von Schokolade, Keksen oder Kuchen. Ein absolutes Winter-Highlight ist für viele aber, einen ‚echten‘ Schneemann zu bauen.

Klein, aber oho (c)Martina Gappmaier
Klein, aber oho (c)Martina Gappmaier

Das Baumaterial muss stimmen

Voraussetzung, um einen Schneemann zu bauen, ist natürlich Schnee. Doch Schnee ist nicht gleich Schnee. So stellt beim Skifahren der Pulverschnee das absolute Nonplusultra dar. Bei den Schneemannbauern sorgt dieser aber für Frust. Der lockere, frischgefallene Pulverschnee klebt nicht zusammen. Auch harter und vereister Schnee wird nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Beim Bau eines Schneemannes wird Pappschnee bevorzugt. Der ideale Grundstoff für einen Schneemann sollte …

… leicht feucht sein.
… gut zusammenhalten.
… beim Rollen kleben bleiben.

Schneeball (c)Martina Gappmaier
Schneeball (c)Martina Gappmaier

Schneemann bauen ist keine Hexerei

Beim richtigen Schnee ist ein Schneemann schnell gebaut. Das kann jeder bestätigen, der schon einmal so einen frostigen Gefährten gebaut hat. Für einen klassischen Schneemann werden 3 Kugeln in unterschiedlicher Größe benötigt. Dafür drückt ihr jeweils den Schnee zu einem Schneeball zusammen. Diesen rollt ihr dann langsam durch den Schnee. Klopft die klebenbleibende weiße Masse immer wieder vorsichtig fest, damit die Kugel gut zusammenhält. Hat sie schließlich die gewünschte Größe erreicht, wiederholt ihr das Ganze mit einem zweiten Schneeball. Die zweite Kugel sollte aber etwas kleiner bleiben. Sie wird auf die die erste Schneekugel gehievt. Die Verbindungsstelle der beiden Kugeln mit etwas Schnee verstärken, damit nichts auseinanderbricht. Dann geht es an die dritte Kugel. Diese ist am schnellsten hergestellt. Mit dem geringsten Umfang kommt sie als Kopf an die Spitze des Bauwerkes. Beim Schneemannbau wird im Normalfall Teamwork bevorzugt. Zum einen ist in Gesellschaft natürlich der Spaßfaktor noch viel größer, zum anderen ist das Gewicht der Schneekugeln nicht zu unterschätzen. Ohne genügend helfende, starke Hände ist es oft unmöglich, die schweren Kugeln aufeinander zu stapeln.

Das Styling macht den Schneemann

Drei aufeinandergesetzte Kugeln sind aber noch lange kein Schneemann. Bestenfalls können sie als Schneeturm bezeichnet werden. Erst durch die richtigen Accessoires wird ein Schneemann daraus. Für einen klassischen Schneemann brauchen wir:

  • Kohle, Steine, Kastanien oder auch Walnüsse für die Augen, den Mund und als Knöpfe.
  • eine Karotte, einen Tannenzapfen oder Ähnliches als Nase.
  • einen Topf, Hut oder Eimer als Kopfbedeckung.
  • einen Besen oder Stock darf selbstverständlich auch nicht fehlen.

Beim Dekorieren sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Vielleicht bekommt den Schneemann noch echte Stiefel oder Schuhe aus Schnee angezogen? Ein Schal oder eine Krawatte steht ihm sicher auch gut! Zwei Arme soll der arme Kerl auch bekommen? Dann forme ihm welche aus Schnee oder stecke zwei verästelte Zweige in seine Schultern. Auf Haare aus Stroh oder Tannenzweige wäre er sicher stolz! Lass deiner Kreativität freien Lauf. Mit Sicherheit ist dann dein Schneemann der Schönste weit und breit!

Accessoires für einen Schneemann (c)Martina Gappmaier
Accessoires für einen Schneemann (c)Martina Gappmaier

Wer baut den schönsten Schneemann?

Ein klassischer Schneemann ist dir trotzdem zu langweilig? Dann setze oder lege ihn doch einfach gemütlich auf den Boden. Du kannst ihn aber auch einen akrobatischen Kopfstand machen lassen. Das ist dir immer noch zu eintönig? Mit dem passenden Zubehör verwandelst du deine Schneefigur in

  • eine fesche Schneefrau
  • einen coolen Schifahrer
  • eine heiße Badenixe
  • einen lustigen Clown
  • oder auch in ein einzigartiges Schneetier.

Ein Schneemann entsteht

Vom tiefblauen Himmel strahlt die Sonne. Der Schnee scheint mit Diamanten übersät. Überall glitzert und blinkt es. Mich hält nichts mehr im warmen Haus. Geschwind schlüpfe ich in meine Skihose und in eine warme Jacke. Handschuhe und eine Mütze dürfen natürlich auch nicht fehlen. Zu guter Letzt werden noch die wasserdichten Winterschuhe geschnürt. Vor der Tür atme ich die klare Winterluft tief ein. Draußen ist es wärmer als gedacht. Da müsste sich doch eigentlich ein Schneemann bauen lassen?! Prüfend knete ich den Schnee zu einem Ball zusammen. Es funktioniert tadellos. Vorsichtig lege ich den kleinen Schneeball auf den Boden und bewege ihn im tiefen Schnee langsam hin und her. Weiterer Schnee bleibt kleben. Nun beginne ich die Kugel vor mir her zu rollen. Beständig nimmt sie an Größe zu. Mit der Zeit ist sie so schwer, dass ich sie weder vor noch zurück bewegen kann. Deswegen lasse ich sie an ihrem Platz liegen. Eine zweite Kugel ist ebenso schnell hergestellt. Doch als ich diese auf die erste Kugel heben möchte, gelingt mir dies nicht. Der nasse Schnee verleiht der Kugel ein enormes Gewicht. Weit und breit ist keine Hilfe in Sicht. So entferne ich schweren Herzens wieder etwas Schnee von der fertigen Kugel. Mit immer noch großer Mühe stemme ich, die nun etwas unförmige, Schneekugel auf die andere hinauf. Nun fehlt nur noch ein Kopf. Die kleinste Kugel ist schnell gemacht. Und schon steht sie da, die Grundform des Schneemanns. Um mein eiskaltes Werk zu vollenden, dekoriere ich die Figur noch mit Kohlestücke, einer Karotte, einem Topf und einem Besen. Bis zum nächsten Tauwetter ziert nun der weiße Geselle unseren Garten. Als Erinnerung schieße ich noch ein Foto von meiner vergänglichen Kreation.

Bin ich nicht ein stattlicher Kerl (c)Martina Gappmaier
Bin ich nicht ein stattlicher Kerl (c)Martina Gappmaier

Ab in den Schnee!

Jede Menge Material zum Schneemann bauen, findet ihr bei uns im Lammertal im Salzburger Land. Dort heißt es: warm anziehen und vergnügliche Stunden im Schnee genießen!

Schneeparadies Lammertal (c)Martina Gappmaier
Schneeparadies Lammertal (c)Martina Gappmaier
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