Bastelfieber zum HeuART-Fest

Das diesjährige HeuART-Fest in Abtenau steht schon in den Startlöchern, alle freuen sich schon riesig auf die Veranstaltung im Bauernherbst im SalzburgerLand! Man kann es kaum glauben, dass jedes Jahr wieder neue Ideen entstehen und so tolle Heufiguren gebastelt werden! Viele Vereine und Betriebe haben sich auch dieses Jahr entschlossen mitzuwirken und am HeuART-Umzug teilzunehmen.

Viele Hände schnelles Ende…

Vor einigen Jahren, um genauer zu sein 2012, hab ich selbst schon einmal bei einer Heufigur mitgewirkt und fleißig gebastelt. Sehr interessant, wie so ein Heu-Kunstwerk entsteht – vom Gerüst bis zum letzten Blümlein, dass am Tag des Festes die Figur noch ziert.
Bin schon ganz gespannt, welche Heufiguren am 3. September beim HeuART-Fest in Abtenau präsentiert werden. Vorige Woche hab ich zu Hause das HeuART-Magazin durchgeblättert und im Interview von Werner Lanner gelesen, dass die Schnalzergruppe Abtenau eine “Viktoriakutsche” gestaltet. Die Viktoriakutsche geht zurück auf den namhaften englischen Wagenbauer Cooper, der 1869 anlässlich des Einzuges der britischen Königin Victoria und des Prince of Wales diesen Wagentyp geschaffen haben soll. Die Neugier siegte, also hab ich mich gleich für das nächste Bastel-Treffen angemeldet ;)

Franz Essl - Mitglied der Schnalzergruppe Abtenau ©TVB Abtenau

Gebastelt wird bei Franz Essl vulgo Käferpoint-Bauer, der neben dem Stellplatz auch das Heu zur Verfügung stellt. Die Vereinsmitglieder sind schon eifrig am Arbeiten und haben alle Hände voll zu tun. Das Heupferd, das die Viktoriakutsche ziehen wird, ist so gut wie fertig und auch die Kutsche ist schon unschwer zu erkennen. 10 Abende werden sich die insgesamt 38 Mitglieder der Schnalzergruppe treffen, erzählt HeuART-Obfrau Anita Höll, die die Abtenauer Schnalzer bei ihrem Kunstwerk unterstützt. Anita gibt den Heukünstlern zahlreiche Tipps, wie´s am besten aussieht!

“Des Basteln is scho a gewisse Kunst – d´rum heißen wir ja auch HeuKÜNSTLER!” weist mich Peter hin!

Werner Höll, Kutscher und auch Vorreiter des Vereins, erklärt mir, was es mit einer Viktoriakutsche auf sich hat: “Der hintere, gemütliche Sitz der Viktoriakutsche hat eine Lehne mit einem Faltdach, dort sitzen die Bauersleut´. Wobei der Sitz gegenüber nur als Notsitz gedacht ist und auch keine Überdachung hat. Im Lammertal war diese Art der Kutsche sehr gängig, da die Bauersleut´ damit in die Kirche gefahren sind.”

VERANSTALTUNGSTIPP: Das Original einer Viktoriakutsche kann am 27. Mai 2018 bei der 10. Historischen Pferdekutschengala besichtigt werden.