Spaß & Action im SalzburgerLand

Vroni von den Berghasen hat für das Tennengau Magazin, die zwei schönsten Einsteiger-Schluchten fürs Canyoning inspiziert. Wie es ihr gefallen hat, erfahrt ihr hier.

Beim Canyoning handelt es sich um die spektakulärste Art, dem natürlichen Verlauf eines Flusslaufs durch eine Schlucht zu folgen. So kommt man an Plätze, die einem sonst eher verborgen bleiben. Je schwieriger das Gelände, desto höher werden die Sprünge und umso aufregender werden die Abseilstellen über hohe senkrechte Wände. Tiefe vom Wasser ausgewaschene Tümpel laden zum schwimmen und reinspringen ein. Ein perfekter Spielplatz für Wasserliebhaber.

Wenn im Tal die Temperaturen die 30 Grad Marke knacken, sehnt man sich nur noch nach einem – einer Abkühlung. Wenn dann noch ein ordentliche Portion Abenteuer dabei ist, bin ich sofort begeistert. Vor ein paar Tagen war ich froh das brütend heiße Büro verlassen zu dürfen, um nach Abtenau zum Canyoning zu fahren. Treffunkt war das Büro von Outdoor-Unlimited an der Karkogelbahn. Nachdem wir mit Neoprenanzug, Schwimmweste, Gurt und Helm ausgestattet waren, ging es gemeinsam mit dem Auto zur nahe gelegenen Aubachklamm.

Aubachklamm: Canyoning Einsteiger Tour im Lammertal

So langsam steigt die Spannung. Zwar bin ich heute nicht zum ersten Mal beim Canyoning, doch trotzdem geht im Vorhinein die Phantasie mit mir durch. In meinem Kopf sehe ich 10 Meter Sprüngen in winzig kleine Löcher und Sprünge in tosende Wasserfälle. Die Wirklichkeit schaut vor allem bei Einsteigertouren anders aus. Die Sprünge sind maximal zwei bis drei Meter hoch, nie verpflichtend und abgeseilt wird wenn nur über kleine Vorsprünge. Trotzdem ist es jedes Mal spannend, denn jede Schlucht ist anders.

Das Wasser verfrachtet in den Schluchten fast permanent Steine und durch den Niederschlag unterliegt die Wasserhöhe ständigen Veränderungen. So kommt es, dass wenn man selbst mehrmals die gleiche Schlucht besucht, sie sich häufig in einem unterschiedlichen Bild präsentiert.

Nachdem alle angezogen sind und sich unser Guide Christoph vergewissert hat, dass alles perfekt sitzt folgt der gefährlichste Teil der Unternehmung. Das Passieren der Bundesstraße. Auf der anderen Seite angekommen müssen wir noch die Lammer queren um in die Schlucht zu gelangen.

Der Guide gibt uns eine kurze Einführung, worauf wir achten müssen und dann dürfen wir gleich schon vom ersten höheren Stein springen. Zwar ist der nur etwas mehr als einen Meter hoch, aber irgendwie sorgt es trotzdem für Spannung. Schließlich befinden wir uns in einer wilden Schlucht und nicht im Freibad. Leider darf jeder nur einmal springen, denn schließlich wollen wir noch die restliche Schlucht erkunden.

Um uns herum gurgelt das Wasser über die Steine, während wir uns einen Weg durch die Schlucht suchen. Wir klettern von Stein zu Stein und durch die Fluten des Aubach immer tiefer in die Schlucht. Je weiter wir hinein gelangen, desto wilder wird die Umgebung. Riesige Gesteinsbrocken und mitgerissene Bäume zeigen hier auf beeindruckende Art und Weise welche Kraft das Wasser hat. Für uns endet die Wanderung an einem 20 Meter hohen Wasserfall. Die Gumpe unterhalb des Wasserfalls ist der Hauptspielplatz und der Höhepunkt der Canyoningtour. Hier dürfen wir nach Herzenslust springen und uns austoben. Natürlich alles unter der strengen Aufsicht von Christoph. Schließlich ist es kein wirklicher Spielplatz und Übermut kann gleich eine schwere Verletzung nach sich ziehen.

Wie immer ist das Vergnügen viel zu kurz. Die Zeit verfliegt und wir müssen uns auf den Rückweg machen. Trotzdem bleibt es spannend, denn es folgt noch eine 10 Meter hohe Abseilstelle in ein Becken hinein. Für viele Teilnehmer das erste Mal abseilen, kurz schnellt der Puls in die Höhe, dann hängt man schon in der Luft und gleitet entlang der senkrechten Wand Richtung Wasserloch. Dort bietet sich noch mal Raum um von kleineren Vorsprüngen ins Wasser zu hupfen. Sobald alle unten angekommen sind, machen wir uns auf die letzten Meter zum Ende der Schlucht. Noch einmal dürfen wir springen, dann sind wir schon wieder am Ende der Tour angelangt. Mal wieder ist die Zeit viel zu schnell vergangen.

Berghasen Tipp: Diese Tour ist besonders für Familien mit Kindern- und Jugendlichen geeignet.

Almbachklamm: Canyoning durch die schönste Schlucht im Tennengau

Eine weitere Einsteigertour führt durch die Almbachklamm. Die Canyoningtour liegt im Wiestal und gehört zu den beeindruckensten Canyoningtouren in Europa. Sie ist meine absolute Lieblingsklamm. Besonders an warmen Herbsttagen, wenn sich die Blätter bunt gefärbt haben ist sie ein wahres Kleinod.

Eingekleidet mit Neoprenanzug, Helm und Gurt machen wir uns unterhalb der Staumauer des Wiestalstausees auf den Weg in das ultimative Naturerlebnis.

In der Almbachklamm grenzt eine Gumpe an die andere. So gibt es gleich zum Anfang einen etwa 2 Meter hohen Sprung in einen tiefen dunklen Tümpel. Der erste Sprung kostet mich einiges an Überwindung, wie jedes Mal habe ich Angst irgendwo in diesem dunklen Wasser anzustoßen. Ich atme noch einmal tief ein, gebe mir einen Ruck und mache einen weiten Schritt über den Felsvorsprung. Meinem Mund entweicht ein kleiner Angstschrei, dann flutet eiskaltes Wasser meinen Neoprenanzug. Kurz darauf stehe ich wieder oben und springe abermals. Denn einmal überwunden, fühle mich wie die 2-jährige kleine Vroni die gerade auf dem Spielplatz herausgefunden hat wie schön rutschen ist.

Nun geht es Sprung für Sprung tiefer in die Klamm. Natürlich ist jeder Sprung freiwillig, möchte man nicht Springen, ist dies überhaupt kein Problem. Im Zweifelsfall kann man abseilen. Häufig bieten die Felsformationen die Möglichkeit erst einmal von einem niedrigeren Punkt zu springen. Was ich besonders schön am Canyoning finde, niemand wird zu irgendwas gezwungen und jeder kann für sich die Schönheit der Natur erleben.

Und, habt ihr auch Lust auf eine Tour Canyoning bekommen? Bei folgenden Anbietern könnt ihr eine Tour buchen:

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Hier geht´s zu den Canyoning Anbieter im Tennengau:

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