Der Halleiner Krippenpfad
An 14 Stationen auf die Adventzeit einstimmen
Kunsthandwerklich die Szenen der Weihnachtsgeschichte zu interpretieren hat hierzulande Tradition. Hallein lädt in der Adventszeit alle Besucher ein, entlang des neuen Krippenpfads die kunstvollen Weihnachtskrippen zu bestaunen. Sie sind eine Einladung innezuhalten und sich auf Weihnachten einzustimmen. Lassen Sie sich bei einem romantischen Spaziergang von der Pernerinsel bis zur Stadtpfarrkirche von wunderschönen Krippenbauten verzaubern!
Weihnachten fällt nie aus
Was heuer leider für viele Veranstaltungen gelten mag, gilt nicht für den Halleiner Krippenpfad. Noch bis 6. Jänner 2021 zeigen heimische Handwerkskünstler an 14 Stationen ihre Interpretationen der Weihnachtsgeschichte. Ihre kunstvollen Krippen zeigen Bilder des Weihnachtsgeschehens von der Verkündung des Herrn bis über die Geburt Christi und die Ankunft der Heiligen drei Könige. Ob geschnitzt, aus Lehm, Glas, Metall, Wachs, Pappe oder Stein – der Fantasie und Kunstform sind im Krippenbau keine Grenzen gesetzt. Bereits seit dem Frühmittelalter knüpfen Künstler an diese reiche Tradition an und ziehen uns mit ihren vielfältigen Interpretationen in den Bann von Weihnachten.
Startpunkt Pernerinsel
Wir starten auf der Pernerinsel und freuen uns auf einen vorweihnachtlichen, stimmungsvollen Spaziergang. Erste Schneeflocken waren für heute angekündigt. Die Luft ist schon winterlich kalt und eingekuschelt in unsere warmen Jacken, wollenen Hauben und Handschuhe bestaunen wir die erste Krippe auf der Pernerinsel in der Alten Saline, die von Paul Blüm aus Bad Dürrnberg zur Verfügung gestellt wurde.
Ein Halt an der „Gruber-Krippe“
Weiter führt uns der Pfad durch die vorweihnachtlich geschmückte Altstadt. Die Abenddämmerung setzt ein und die Lichter gehen an. Die Licht- und Schattenspiele der Laternen tanzen über das Altstadtpflaster. Sanft schimmern die Lichterkerzen an den Weihnachtsgirlanden und lenken unseren Blick immer wieder von den Krippen und Geschäftsauslagen hinauf zu den die mittelalterlichen Hausfassaden. Schon stehen wir vor der nächsten Station. Im Keltenmuseum ist die „Gruber-Krippe“ ausgestellt. Christian Haipl hat sie in Handarbeit geschaffen. Der gelernte Maler und Anstreicher war 38 Jahre lang Betriebsleiter im Freibad Hallein. Zu seinem 60. Geburtstag bekam er einen Krippenbaukurs geschenkt. Das alte Handwerk faszinierte ihn so sehr, dass er im Anschluss alle Prüfungen absolvierte – vom Krippenbaugehilfen bis zum Krippenmeister. Die Gruber-Krippe ist in Zusammenarbeit mit Hans Horn entstanden. Christian Haipl hat unter anderem die Stadtkrippe gebaut, die Krippe der Stadtpfarrkirche in Zusammenarbeit mit dem damaligen Obmann des Kuchler Krippenbauvereins und die Jahreskrippe in den Salzwelten, gemeinsam mit dem Grödiger Krippenbauverein. Neben Gebirgskrippen baut Christian Haipl auch orientalische Krippen, moderne Krippen und Landschaftskrippen.
Eine Krippe aus Adneter Marmor
Besonders schön anzuschauen sind auch Krippen aus Marmor, wie die von Martin Sommerauer. Der Pensionist aus Adnet baut seit 2019 Krippen. „Seit in in Pension bin, ist es mein Hobby verschiedene Figuren aus Marmor zu machen“, erzählt er. Die Idee, eine Krippe ganz aus Adnetter Marmor herzustellen, hatte er im letzten Jahr. Die Krippe hat Martin Sommerauer komplett selbst per Hand gefertigt – auch die Figuren. Zu bewundern ist die Marmorkrippe bei Braun in der Postgasse.
Die Krippenbauerin und ihre Salzburger Krippe
Wir spazieren weiter durch die weihnachtlich geschmückte Stadt und legen vor dem Schaufenster der Künstlergruppe Plan B einen Halt ein. Dort ist die schöne Krippe von Grete Winkler zu sehen. Grete Winkler ist selbst Mitglied der Künstlergruppe Plan B und hat sich auf Salzburger Krippen spezialisiert. Die ausgebildete Bildhauerin betreibt das Krippenbauen als Hobby. Ihre Krippen baut sie aus Hartschaum und verklebt sie mit Ton und Leim. Die Figuren werden aus Ton gefertigt.
Schöner Abschluss an der Stadtpfarrkirche
Im Zauber der Weihnachtskunst erreichen wir die Stadtpfarrkirche, die letzte Station des Halleiner Krippenpfades. Wir waren so vertieft in unsere Entdeckungsreise der Weihnachtsgeschichte in Krippenform, dass wir gar nicht gemerkt haben, dass es ganz zart zu schneien begonnen hat. Ein Blick in den Himmel sagt dicke Flocken voraus. Was gibt es Schöneres als die Vorweihnachtszeit in den festlich geschmückten Straßen unserer Stadt zu begehen!
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