Tracht für Damen und Herren

Kürzlich wurde im Oberalmer Filzhofgütl das Oberalmer Dirndl präsentiert. Das Dirndl-Team zeigte sich überwältigt vom regen Interesse und vom  positiven Zuspruch der Besucher. Das Filzhofgütl platzte fast aus allen Nähten! Umrahmt von volkstümlichen Klängen stellten Sonja Ernstbrunner, Ingrid Gimpl, Margarete Gimpl und Christine Ebner ihr Projekt vor.

Oberalmer Dirndl in Salzburger Blau

Das Oberalmer Dirndl weist einen am Ausschnitt und Rücken bestickten Leinenleib in Salzburger Blau und einen schlammfärbigen, individuell gemusterten Kittl mit Kittlblech auf. Am Rücken wurde der Lebensbaum, ein Element der Tennengauer Festtracht integriert. Die bedruckte Schürze ist in hellerem Blau gehalten und kann in Baumwoll- oder Seidenausführung getragen werden. Weiters zieren Silberknöpfe mit dem Oberalmer Wahrzeichen, dem Schrannentisch mit der Linde, den Oberteil des Dirndls.

Passendes Gilet für den Herrn

Weste für Herren, passend zum Oberalmer Dirndl
Weste für Herren, passend zum Oberalmer Dirndl

Für die Herren gibt es ein dazu passendes, ebenfalls am Kragen besticktes Gilet, mit blauem Leinenvorder- und einem schlammfärbigen Rückenteil. Dazu auch wieder die zum Dirndl passenden Oberalmer Silberknöpfe in etwas größerer Ausführung.

Historische Bedeutung

Die Farben sind für den Tennengau von historischer Bedeutung. Das Salzburger Blau entwickelte sich aus dem Blauton der Stutzen der Dürrnberger Bergknappen. Das Braun stammt von der Tennengauer Bauerntracht bzw. der Marktbürgertracht aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Die Farben kommen auch in den Trachten der Oberalmer Vereine vor.

“Dirndl” bezeichnet in der Mundart auch noch im heutigen Sprachgebrauch schlicht ein junges Mädchen. Bis etwa Mitte des letzten Jahrhunderts war Dirn die oberdeutsche Bezeichnung für eine in der Landwirtschaft beschäftigte Magd. Ein von diesen Frauen getragenes Kleidungsstück bezeichnet man als Dirndlgewand. Heutzutage wird der Ausdruck vielfach zu Dirndl verkürzt. Ab etwa 1870/80 setzte sich das Dirndl in der Oberschicht des städtischen Sommerfrischepublikums als „ländliches“ Kleid durch.

Wenn ein Dirndl nicht aus Baumwolle sondern aus feiner Seide oder anderen eleganten Stoffen genäht wird, so bezeichnet man es auch als Tracht. Dirndl wird heute zu jeder Gelegenheit getragen

In den 1990 Jahren erlebte es einen wahren Aufschwung. Dirndln werden heute zu Jahrmärkten, kirchlichen und dörflichen Festen und zu besonderen Feierlichkeiten getragen. Selbst junge Frauen kaufen sich für das Münchner Oktoberfest oder die Salzburger Dult ein modisches Dirndl. Sogar bei den Salzburger Festspielen ist man mit einem eleganten Dirndl passend angezogen. In einer weißen Seidentracht (Kleid und Schürze aus Seide) heiraten auch viele auf dem Land. In vielen Hotels und Gasthäusern tragen die Frauen ein Dirndl als Arbeitskleidung, um den Gästen die österreichische Tradition und das Brauchtum näher zu bringen.

Jede Region hat ihr eigenes Dirndl geschaffen um damit eine besondere Zugehörigkeit zu seiner Heimat auszudrücken. So ein Kleid wird dann auch als Tracht bezeichnet. Z.B. Tennengauer Tracht.

Weitere Informationen zum Oberalmer Dirndl

Euch gefällt das Oberalmer Dirndl und ihr wollt mehr darüber erfahren oder euch sogar eines zulegen? Weitere Informationen zum Oberalmer Dirndl können in einer dafür eigens aufgelegten Broschüre entnommen werden. Diese liegt im Amt der Marktgemeinde Oberalm sowie auch bei Sonja Mackner, Dirndlstoffe und Handdrucke in Wals – Siezenheim auf. Diese dient z. B. für den/die Schneiderin als Vorgabe.

Hier geht´s zur Marktgemeinde Oberalm:

Eine Antwort zu “Vorgestellt: das neue Oberalmer Dirndl”

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