Erkunden, bewegen und staunen: Die Marmorbrüche im idyllischen Adnet sind mit ihren senkrechten, roten und glatten Wänden eine wahre Augenweide. Gut beschilderte und mit 13 Stationen versehene Wanderwege durchziehen den Wald. Entlang der Wege gibt immer wieder Einblicke in die Geschichte das Marmorabbaus sowie Stationen für Geschicklichkeit, Kraft und Beweglichkeit.

Wälder und Steine faszinieren mich. Beides finde ich in den Adneter Steinbrüchen. Mein Auto stelle ich auf dem großen Parkplatz in der Nähe der spätgotischen Kirche ab. Von hier beginnt der Weg zu den Steinbrüchen und auch zum Adneter Moor.

Ich folge der guten Beschilderung zum Marmorweg und komme zu einer schmalen Straße, die den Berg hinaufführt. Immer wieder bleibe ich stehen und genieße die Aussicht über das Adneter Moor und die dahinterliegenden Berge. Bald sehe ich einen großen rötlichen Marmorblock

 

Marmorstein mit Blick auf das Adneter Moor und die Berge

Schon die Kelten haben Adnet gekannt. Der Name des rund 3600 Einwohner zählenden Ortes in der Nähe der Stadt Hallein soll aus dem keltischen Attnat oder Atanat kommen. Auf den Schautafeln lese ich, dass bereits die Römer hier Marmor abgebaut haben. Im Mittelalter und in der Neuzeit wurden Bauwerke mit Marmor aus Adnet verschönert. Unter anderem stammen die Säulen im österreichischen Parlament in Wien oder die Mariensäule in München aus diesem rötlichen Marmor. Sehr beeindruckend finde ich, dass die 24 Säulen für das österreichische Parlamentaus dem „Rötgrausschnöllbruch“ 18 Meter lang und 1,2 Meter dick waren. Sie wurden vor rund 150 Jahren über Hallein nach Wien transportiert.

Bald entdecke ich die Abbaustätten. Sie sind historisch oder noch in Betrieb. Teilweise kann man Steinmetzen bei ihrer Arbeit zusehen.

Marmorsteinbruch

Für Kinder und Erwachsene ist der Weg gleichermaßen abwechslungsreich. Insgesamt laden 13 Stationen unter dem Motto „Fit und bewegt durch Adnets Marmorbrüche“ zum Klettern, Höhlenforschen, Wackelbrücke überqueren und zum Gleichgewichtstraining ein. Ich klettere auf den Hölzern und entdecke Buchstaben.

Stationen für Kraft und Geschicklichkeit
Stoneman Toni

Der Stoneman Toni ist in Lebensgröße dargestellt. Dieser starke Steinmetz begleitet die Gäste als Logo auf dem gesamten Weg.

Die Stationen sind am Eingang des Marmorweges beschrieben

Entlang des Weges entdecke ich einen Schwingstein. Ich setze darauf, blicke in die Baumkronen, genieße die Ruhe des Waldes, lausche dem Gezwitscher der Vögel und sauge die frische Luft ein.

Kneippen und Waldbaden

Nach dieser feinen Rast wandere ich weiter. Bald taucht die Kneipp-Anlage „G´sundheitsbründl“ mit einem Bächlein und einem Pavillon inmitten des Waldes auf. Auch hier mache ich Rast und genieße das „Bad im Wald“. Zum Erfrischen geht ich eine Runde in der Kneippanlage und trinke das frische Quellwasser.

Kneippanlage im Wald

Immer wieder begegnen mir Läuferinnen und Wanderer, Mütter mit Kinderwägen und Paare. Auch Alpaka-Wanderungen und „Wyda“ eine Art „Yoga“ mit Sandra Leis finden hier statt. Das Marmormuseum und das Adneter Moor sind ebenfalls einen Besuch wert.

Wegbeschreibung:

Der 3,5 Kilometer lange, leicht begehbare Rundweg ist kinderwagentauglich und zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter schön.

Informationsmaterial zum “Marmorweg” gibt es beim kleinen Parkplatz in der Nähe der Kirche.

Marmormuseum in Adnet
Radständer aus Marmor

Fotos: Christine Fröschl

Hier geht’s nach Adnet

 

 

 

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