Beliebter Tourenklassiker im Gosaukamm

Wenn die Sonne lacht und „Frau Holle“ mitmacht gehören die Tourenski ausgepackt. Dieses Mal hat es mich und meine Mädls in das schöne Lammertal, nach Annaberg, verschlagen. Ziel der heutigen Tour: Das Kampl (2.050 m) – beliebter Tourenklassiker im Gosaukamm und bei den Einheimischen auch als „kleiner Bruder“ der Bischofsmütze bekannt. Eines kann ich euch vorweg verraten – die Tour hat unsere Erwartungen mehr als übertroffen!

Anfahrt und Parken

Skitour Kampl @Reif
Skitour Kampl @Reif

Wir starten unsere Skitour beim Parkplatz Mauerreith (1.130 m) in Annaberg. Von Hallein kommend nimmt man die Autobahnabfahrt Golling und folgt der B162 durch Voglau und Abtenau weiter Richtung Lungötz. Nach der Ortsende – Tafel von Annaberg führt dann gleich eine Straße links hoch nach Dürmoos. Hier immer dem Wegweiser Richtung „Mahdalm“ folgen bis man den Parkplatz Mauerreith erreicht. Das Parken ist kostenlos! Hinweis: bis zum Parkplatz führt eine ca. 4 km lange steile und kurvige Straße. Die Straße ist geräumt, ein schneetaugliches Auto ist aber empfehlenswert. Je nach gewünschter Tourenlänge bzw. Schneelage kann man alternativ auch im Tal (795 m) parken.

Mauerreith: Forststraße oder Wald

Die Skitour ist vom Parkplatz weg aus gut beschildert. Bei wenig Schnee empfiehlt sich der Aufstieg über die Forststraße, bei genügend Schnee kann man auch die Abkürzungen durch den Wald nehmen (kann man fast nicht verfehlen, sind gut ausgetreten!). Wir entschieden uns für die zweite Variante und waren sofort hin und weg von der schön weißbedeckten Waldlandschaft. Nach ca. 30 gemütlichen Minuten lichtet sich der Wald, die ersten Sonnenstrahlen bedecken unsere Gesichter und mit jedem Schritt wurde das Panorama rund um uns herum beeindruckender.

Über die Losegg- oder Mahdalm?

Bald erreichen wir die Lederingalm und wir müssen uns entscheiden ob wir die Variante links über die Loseggalm oder rechts über die Mahdalm wählen. Variante Mahdalm bzw. über den Mahdriedl ist etwas anspruchsvoller!

Bergpanorama PUR: Gosaukamm und Bischofsmütze

Wir entschieden uns für die erste Variante und bald erstreckte sich vor bzw. unter uns die Loseggalm mit dem gewaltigen Gosaukamm inkl. Bischofsmütze im Hintergrund. Kurz vor der Loseggalm fällt der Weg etwas ab, wir passieren die Alm ein paar Meter oberhalb und steuern direkt auf die in Sonne gehüllte Bischofsmütze zu. Diese scheint zum Greifen nahe, einfach ein Traum!

Wir umgehen den Mahriedel links, bis von dort die zweite Variante einmündet. Bis hier her war die Skiour sehr gemütlich, doch nun steht uns der anspruchsvollere Teil bevor. Wir gehen die Tour alle zum ersten Mal, von einem Gipfelkreuz ist weit und breit nichts zu sehen. Das Gelände wird steiler, flache Passagen sowie die eine und andere Spitzkehre bleiben nicht aus. Der Weg nach hinten ins Kampl zieht sich in die Länge, das traumhafte Bergpanorama um uns herum lässt uns aber jede Zeit und Steilheit vergessen.

Den „kleinen Bruder“ der Bischofsmütze vor Augen

Nach ca. 45 Minuten erreichen wir einen kurzen Grat und rechts davon erscheint endlich das im Sonnenlicht glitzernde Gipfelkreuz auf einem schroffen Felsen. Der letzte Anstieg ist noch einmal kurz und knackig doch auch diesen haben wir Mädels mit Bravour gemeistert. Nach knappen 2,5 h haben wir unser Ziel (den Sattel – Gipfelkreuz ist noch ein Stück zum Kraxeln) erreicht. Blauer Himmel, Traumpanorama, Windstille – die Gesichter meiner Mädels strahlen mit der Sonne um die Wette. Eine Jausenpause haben wir uns verdient – nicht fehlen darf natürlich der Tennengau-Flachmann. PROST und Mahlzeit!

Abfahrt: Schwung für Schwung dem Tal entgegen

Wie beim Anstieg kann man auch bei der Abfahrt wählen:

  1. Abfahrt wie beim Aufstieg, zurück über die Loseggalm und mit kurzem Gegenanstieg zurück zur Lederingalm
  2. durch das Kar zur Sulzkaralm und von dieser kurzer Anstieg Richtung Mahdriedel und weiter über Loseggalm und Lederingalm zurück zum Ausgangspunkt

Die Abfahrt zur Sulzkaralm wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen – zu verlockend erstreckte sich vor uns der schneebedeckte Steilhang mit den bereits gezogenen Schwüngen. Kurz vor der Sulzkaralm müssen wir die Felle wieder aufziehen und es folgt ein ca. 20 minütiger Anstieg Richtung Mahdriedel (1.625 m). Bei ausreichend Schnee empfiehlt sich die Abfahrt über die Mahdalm. Wir sind an diesem Tag jedoch darauf hingewiesen worden, dass wir die Abfahrt über die Loseggalm wählen sollen. Wir folgen also dem Pfeil Richtung „Th. Körnerhütte, passieren die Loseggalm und erreichen nach einen kurzen Gegenanstieg die Lederingalm. Bald kommen wir auf die Forststraße, welche wir schlussendlich bis zum Parkplatz weiterfahren.

Dauer und Höhenmeter

Wir Mädels haben für den Anstieg der Skitour (850 hm) ca. 2,5 h  benötigt – hier sind unsere zahlreichen Fotopausen mit eingerechnet (die gewaltigen Impressionen gehören natürlich auf Facebook und Instagram mit unseren Freunden geteilt).

Inbegriff von Glück

Für mich persönlich war das bis dato eine meiner schönsten Skitouren. Und wenn ich in die glücklichen Gesichter meiner Mädls schaue, dann weiß ich, dass auch für sie diese Tour in großartiger Erinnerung bleiben wird! An dieser Stelle – danke an die „Berghasen Vroni und Susi“ – durch euch bin ich unter anderem auf diese Tour aufmerksam geworden.

Und auch Lust auf die Tour bekommen? Wenn ihr auch bei INSTAGRAM seid würden wir uns freuen, wenn ihr eure Bilder auch mit unseren #visittennengau und mit @visittennengau vermerkt!

Ich freue mich auf eure Bilder und wünsche eine tolle Tour! „Bergheil“

Hier geht´s zum Parkplatz Mauerreit in Annaberg

Elisabeth
Hallo – es freut mich, dass Ihr auf dieser Seite vorbei schaut ? Ich darf mich kurz vorstellen – mein Name ist Elisabeth, komme aus Oberalm und bin beruflich seit 2014 beim Gästeservice Tennengau tätig. Als gebürtige Tennengauerin freut es mich besonders, euch über die zahlreichen Veranstaltungen, kulinarischen Schmankerl und die einzigartigen Ausflugsziele in der „Genuss & Erlebnis Region Tennengau“ informieren zu dürfen. Privat liebe ich die Natur – egal ob Mountainbiken, Wandern, Skitourengehen oder einfach nur auf einer unserer schönen KäseAlmen eine leckere Almjause verdrücken – ich find mir in jeder Jahreszeit eine Beschäftigung… Neugierig geworden? Ich freue mich drauf, euch von den unzähligen Facetten des Tennengaus zu berichten.

3 Kommentare

  1. Geniale Bilder und tolle Beschreibung!

  2. Danke liebe Sylvia!!

  3. Pingback: Die schönsten Fotoplätze im Tennengau Winter | www.tennengau.com/magazin

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