Zwerge haben schon immer die Phantasie der Menschen angeregt. Meist waren diese kleinen Gesellen hilfreich und unterstützten Schneewittchen oder halfen armen und freundlichen Bauern aus ihrer Not. Wer Schneewittchen und ihrer Zwergenbande begegnen möchte, spaziert am besten in den „Zwergenwald“ in Abtenau.

Das „Kirchholz“ in der Nähe des Abtenauer Ortszentrums ist ein besonders stimmungsvoller Wald. Einfach vom Ortszentrum zwischen der Raiffeisenbank und dem Hotel Post Richtung Ortsteil Au die schmale Straße den Hügel hinauf wandern. Sobald es wieder bergab geht, rechts in Richtung „Zwergenwald“ einbiegen. Der Weg ist beschildert.

Wegweiser. Im Hintergrund das Tennengebirge

Schon am Beginn des rund 500 Meter langen Weges auf weichem Waldboden lachen fröhliche Zwergengesichter am Wegesrand. Willkommenszwerg, Gartenzwerg und Zwergenfamilie lächeln die Gäste an. Einige lugen von Baumwurzeln empor, versammeln sich am Wegesrand oder stehen in Grüppchen zusammen. Eulen, Mäusegesichter, ein Marienkäferhaus und Herzen auf den Bäumstämmen machen den Weg abwechslungsreich und spannend. Selbstverständlich sind Schneewittchen und die sieben Zwerge dabei.

Spiel und Spaß im Zwergenwald

Das schöne Schneewittchen gefällt der fünjährigen Pippi Lotta besonders gut. Am liebsten möchte sie diese mitnehmen. Die Oma verspricht: „Wir malen zu Hause das Schneewittchen und ihre Freunde.“ Das Mädchen sieht zweifelnd zu ihrer Großmutter und sagt: „Aber es wird bestimmt nicht so schön.“ Dann sind Schneewittchen und die sieben Zwerge auch schon vergessen und die Mädchen laufen weiter. Da entdecken sie den Jugendtreff Abtenau. Die frechen Gesichter der coolen Zwerge gefallen ihnen.

Jugendtreff

Sätmliche Zwergenskulpturen bestehen aus verschiedenen, heimischen Holzarten und sind mit kräftigen Plakafarben bemalt. Witterungsbeständig sind die Zwerge durch einen Lack, der auch im Schiffbau verwendet wird.

Sauerklee, Spitzwegerich und Salomonssiegel
Am Wegesrand wächst der Sauerklee. Mona kostet ihn. Obwohl dieser wirklich sauer schmeckt, möchte das Mädchen noch einen essen. Dann entdeckt sie den Breitwegerich. Die Oma erklärt: “Wenn dich der Schuh drückt, gib dieses Blatt auf die Haut wo es schmerzt, zieh vorsichtig deine Socke darüber und den Schuh wieder an.” Das Mädchen hört aufmerksam zu und nimmt das Blatt mit. Den Salomonssiegel dürfen die Mädchen nicht kosten. Diese zarte Pflanze wächst gleich neben den Buschwindröschen und verursacht Brechreiz.

Viele gehen den Zwergenwald auch wieder zurück

Diese Wanderung im Zwergenwald ist vor allem für die Kinder spannend. Aufgeregt laufen sie von Zwerg zu Zwergin. Vor allem Fichten und anfangs eine Wiese, säumen den leicht begehbaren und kinderwagentauglichen Pfad. Bänke laden zum Rasten und Beobachten ein. Hie und da klopft ein Specht, Amseln trällern ihr Lied und manchmal flüchten ein aufgeschrecktes Reh oder ein Eichhörnchen. Der Zwergenwald ist bei jedem Wetter einen Besuch wert. Hohe, schlanke Fichtenstämme bieten bei Sonne kühlen Schatten und bei Regen ein Dach über dem Kopf.

Kinderwagentauglicher Wanderweg

Viel zu schnell kommt der Aufwiedersehen-Zwerg. Wer möchte geht den Waldweg wieder zurück oder spaziert bis zur nächsten Kreuzung. Danach rechts zur Bundesstraße abbiegen. Die Straße auf dem Zebrastreifen überqueren und bis zum Spielplatz in Abtenau wandern. Hier können sich die Kleinen beim Schaukeln, Rutschen, Sandspielen und vielem mehr noch einmal so richtig austoben.

Spielplatz in Abtenau

Hungrig und durstig geworden, gibt es auf dem Abtenauer Marktplatz zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. Dieser Platz im Ortszentrum ist Fußgängern vorbehalten und so können sich Eltern ausruhen und die Kinder frei bewegen. Eine feine, weitere Einkehrmöglichkeit ist das Gasthaus Wandalm im Abtenauer Ortsteil Au. Ein großer Gastgarten, hervorragende Saiblinge aus den Teichen beim Tennengebirge und der wahrscheinlich beste Topfenstrudel kommen hier auf die Teller. Wer da noch nicht müde ist, findet in der nahen Kneippanlage eine wohltuende Abkühlung. Ganz in der Nähe rauschen die zwei Wasserfälle Dachser- und Trickelfall aus den Höhlen des Tennengebirges und das Heimatmuseum Arlerhof ist ebenfalls immer einen Besuch wert.

Fotocredit: © Christine Fröschl

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