Kinderyoga

Zuerst einmal die grundlegende Frage: was ist Yoga bzw. Kinderyoga?

Yoga kommt aus dem indischen und bedeutet „Einheit und Harmonie“. Das Ziel ist es auf spielerische Art und Weise den Kindern und Jugendlichen Kinderyoga altersgerecht zu erklären.

Wie profitieren Kinder und Jugendliche von Yoga?

Kinder und Jugendliche werden in unserer heutigen Zeit mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Sie sind unterschiedlichen Stressoren ausgesetzt. Leistungsdruck, Beurteilungen sowie soziale Konflikte.

Hier haben die Verarbeitung und Bewältigung dieser Herausforderungen einen entscheidenden Einfluss auf ihre physische und psychische Gesundheit. Deshalb gewinnen Stressbewältigungsmethoden wie Yoga für Kinder und Jugendliche immer mehr an Bedeutung.

Kindern und Jugendlichen ist die Dauer der Yogastunde von Alter und der jeweiligen Aufmerksamkeitsspanne abhängig:

  • Altersgruppe 3-4 Jahre: ca. 30 – 45 Minuten
  • Altersgruppe 5-8 Jahre: ca. 45-60 Minuten
  • Altersgruppe 9-13 Jahre: ca. 60 Minuten
  • Ab 14 Jahren: ca. 60-90 Minuten

Fragen an eine Kinderyoga-Lehrerin

  1. Warum begeistert dich Yoga? Was ist Yoga für dich? Was gibt dir Yoga?

Yoga ist für mich etwas ganz Besonderes und Magisches: sei es die Musik, die Düfte, die Asanas, die Meditation oder auch das Shavasana. Im Yoga darfst du so sein, wie du bist – ohne unter irgendeiner Form von Druck zu sein.

Du bist im Einklang mit deinem Körper, deinen Gefühlen und kommst einmal wirklich zur Ruhe.

Darüber hinaus hat Yoga die Fähigkeit, dich durch schwierige Lebenssituationen zu bringen, indem es dir neue Kraft und neuen Lebensmut schenkt.

  1. Wie lange betreibst du Yoga bereits?

Eigentlich noch gar nicht so lange. Im Jahr 2019 habe ich angefangen immer wieder Mal Yogaeinheiten für mich zu machen und seit 2020 ist Yoga ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben.

  1. Was hat dich bewegt die Yogalehrer-Ausbildung zu machen?

Hauptberuflich arbeite ich ja als Kindergartenpädagogin und eines Tages kam eine Kinderyogalehrerin in unser Haus und praktizierte Yoga auch mit den Kindern aus meiner Gruppe. Die Begeisterung der Kinder ist eigentlich direkt auf mich übergesprungen und vor allem das Funkeln der Kinderaugen hat mich davon überzeugt, dass Yoga für Kinder etwas ganz Besonderes und Magisches ist. Daraufhin habe ich kurzerhand entschlossen: das will ich auch machen.

  1. Was ist ein Yogi?

Ein Yogi ist ein Mensch, der Yoga praktiziert oder auch lehrt. Die weibliche Bezeichnung dafür heißt Yogini.

  1. Was braucht man zu Yoga, was wird benötigt um Yoga zu machen?

Im Grunde reicht eigentlich eine Yogamatte (oder eine Gymnastikmatte). Materielle Gegenstände sind beim Yoga nicht sehr wichtig. Von Bedeutung ist einzig und allein die Fähigkeit, sich auf die Situation und sich selber einzulassen und zu beobachten, wie man sich dabei fühlt.

Meine kleinen Yogis und Yoginis haben immer auch noch eine Kuscheldecke und ein Kuscheltier mit – um das Shavasana so gemütlich wie möglich zu machen.

  1. Wo kann man Yoga durchführen?

Yoga kann man eigentlich an fast jedem Ort durchführen, egal ob zu Hause, in einem Yogastudio oder auch in der freien Natur – wichtig ist nur, dass man an diesem Ort für sich selber Ruhe finden kann.

  1. Kann Yoga jedes Kind ausüben?

Yoga kann natürlich jedes Kind ausüben – es geht hierbei nicht um einen „Leistungswettkampf“, sondern jeder macht so gut mit, wie er kann.

  1. Was bewirkt Yoga bei Kindern? Was wird damit gefördert?

Kinderyoga ist mehr als nur Bewegung, es bewirkt und fördert sehr viele Bereiche:

  • Lernen mit Kopf, Herz und Körper
  • Ein Ausgleich zum meist sehr leistungsorientierten Alltag
  • Vermindert Unruhe, Stress und Aggressionspotential
  • Motorische Fähigkeiten werden geschult
  • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und der Aufmerksamkeit
  • Aufbau eines stärkeren Selbstvertrauens
  • steigert die körpereigene Immunabwehr
  • Kreativität und Fantasie werden angeregt
  1. Was ist deine Lieblingsfigur? Asana – Körperhaltung? & Was ist die Lieblingsyogafigur der Kinder?

Meine Lieblingsfigur im Yoga ist tatsächlich der Lotussitz – hier komme ich persönlich am besten zur Ruhe und kann mich besonders gut auf mich und meinen Körper einlassen.

Die Kinder lieben eigentlich viele verschiedene Asanas, besonders auch jene, die sie selber kreieren dürfen. In meinen letzten Kursen konnte ich aber auch feststellen, dass die Figur des Schmetterlings sehr begehrt ist.