20.16 wird in ganz Salzburg als großes Jubiläums- und Erinnerungsjahr gefeiert. Aber was genau ist eigentlich passiert vor 200 Jahren, das Salzburg zu dem gemacht hat, was es jetzt ist? So einiges! Denn das Jahr 1816 war in vielerlei Hinsicht ein ereignisreiches Jahr – auch für den Tennengau. Doch alles der Reihe nach…

Kurz und bündig: was damals in Salzburg geschah

Politisch gesehen bedeutete das Jahr 1816 eine Trennung: Das einst eigenständige Fürsterzbistum Salzburg wurde an das Kaiserreich Österreich angegliedert. Am 1. Mai 1816 wurde im Weißen Saal der Residenz in Salzburg jener Vertrag unterzeichnet, mit dem Salzburg offiziell Teil Österreichs wurde. Zu dieser Zeit bildet der Tennengau noch eine Einheit mit dem heutigen Flachgau. Erst im Jahr 1896 entstand der Tennengau mit der Bezirkshauptmannschaft Hallein, um die große Bezirkshauptmannschaft Salzburg zu entlasten. Damit ist der Tennengau der jüngste Bezirk bzw. Gau Salzburgs.

Die Gemeinden westlich der Salzach – heute „Rupertiwinkel“ genannt – blieben 1816 beim Königreich Bayern, der Rest von Salzburg wurde österreichisch. Das war natürlich für beide Seiten ein riesiger Verlust. Dazu kam noch eine zweite Katastrophe: Ein Vulkanausbruch in Indonesien sorgte dafür, dass 1816 als das „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte einging. Mt Auswirkungen nicht nur in Indonesien, sondern auch in Europa. Dauerregen, Überschwemmungen und Schneefälle im Sommer hatten schwere Ernteausfälle und wirtschaftliche Not zur Folge. Not macht aber bekanntlich erfinderisch. Und so gingen viele Innovationen, zum Beispiel in der Landwirtschaft, aus dieser Zeit hervor.

[box type=”info”]Der Geschichte auf der Spur! Neben der großen Landesausstellung „Bischof. Kaiser. Jedermann.” im Salzburg Museum beschäftigen sich eine Reihe an Museen, Kunst- und Kulturvereinen sowie Initiativen mit dem Gedenkjahr. Auf www.salzburg2016.at findet Ihr weitere Inforamtionen und einen Museumsführer![/box]

Golling und Tittmoning gehen gemeinsam auf Zeitreise

Auch Golling und Tittmoning wurden 1816 durch die neue Staatsgrenze getrennt. Heuer erinnern die beiden Gemeinden aber bewusst gemeinsam an dieses prägende Jahr. Bis Mitte Oktober erlebst du auf der Burg Golling und der Burg Tittmoning mit der Gemeinschaftsausstellung „Zeitreise entlang der Salzach“ einen spannenden Einblick in die Geschichte der Region.

Wie erlebten die Salzburger das Jahr 1816? Was ist in den letzten 200 Jahren passiert? Was hat sich seit der Trennung verändert? Welche Gemeinsamkeiten sind geblieben? All diese Fragen beantwortet dir die Ausstellung auf der Burg Golling in vier Themenschwerpunkten:

  • Die Burgen Golling und Tittmoning als Gerichtssitze
  • 1816 – Ein Jahr der Veränderungen
  • Kein Salz ohne Holz – Versuche der Schiffbarmachung
  • 1816 – Das Jahr ohne Sommer
Blick auf die ©Burg Tittmoning
Blick auf die ©Burg Tittmoning

Im Museum Rupertiwinkel wirst du in diesen fünf Stationen durch die historische Burg geführt und tauchst dabei in die Geschichte ein:

  • Ortsansichten
  • Der Flusslauf vor der Regulierung
  • Schiffe auf der Salzach
  • Herrschaftswechsel in Salzburg 1
  • Herrschaftswechsel in Salzburg 2

Mehr Informationen zu den beiden Sonderausstellungen sowie die genauen Öffnungszeiten findest du im Jubiläums-Folder von der Burg Golling & Tittmoning. Wir wünschen dir eine aufregende Reise in die Vergangenheit Salzburgs!

Hier geht`s nach Golling und Tittmoning:

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