Hotelier Max Gutjahr, vom Vier-Sterne-Superior Hotel Gutjahr in Abtenau, unternimmt mit seinen Gästen einmal wöchentlich eine E-Bike-Tour in und um Abtenau. Ein dichtes Netz von Land- und Forststraßen eröffnet zahlreiche Möglichkeiten zum Mountainbiken: Von gemütlich und genussorientiert bis sportlich anspruchsvoll, vom Einsteiger bis zum Profi kennt Max Gutjahr die passenden Touren.

An einem sonnigen Sommermorgen wollen wir auf die Gsengalm bei Abtenau radeln. Gäste im Vier-Sterne-Superior Hotel Gutjahr haben die Möglichkeit besonders günstige, hauseigene Leihräder zu mieten. Neben E-Bikes und Mountainbikes stellt das Hotel auch das Rennrad „Bulls Night Hawk Team“ sowie das Mountainbike „Ultimate Carbon“ zur Verfügung.

Fahrrad-Verleih
Hauseigener Fahrrad-Verleih

Bevor es los geht, erklärt Max Gutjahr all jenen die noch nie mit einem E-Bike geradelt sind, wie das Schalten geht, wo die Bremsen sind und was bei einer Panne zu tun ist. Die Gäste kennen einander nicht. Max bietet allen das Du-Wort an, „bei uns in den Bergen ist das so üblich”, sagt er mit strahlendem Lächeln.

Gämsen und Alpenblumen
Gut gelaunt setzen alle ihre Helme auf und radeln hinter dem Hotelier Richtung Karkogel. Bald zweigen wir von der Bundesstraße ab und fahren auf einer Forststraße zur Bergstation des Skibergers. Im Sommer sausen hier die Gäste mit Sommerrodeln talwärts. Weiter geht es Richtung Tennengebirge, die Felsen des imposanten Gebirgsstockes rücken immer näher. Die Forststraße macht eine steile Linkskurve. Max bleibt stehen und zeigt nach oben. „Wenn wir Glück haben sehen wir Gämsen.” Wir schauen nach oben. Und wirklich. Eine Gämse steht in der Nähe eines kleinen Schneefeldes und beobachtet uns neugierig. Bald darauf sehen wir eine zweite und dann eine dritte Gämse. Diese stehen ebenfalls im steilen Gelände und blicken zu uns. Wir freuen uns und radeln weiter. Die Schotterstraße schlängelt sich den Berg hinauf. Wir radeln vorbei an gelbem Fingerhut (Digitalis lutea), rotem Klee (Trifolium pratense) und gelben Johanniskraut (Hypericum perforatum). Plötzlich höre ich hinter mir: „Platten! Platten! Platten!” Ich sage es meinem Vordermann weiter und bleibe stehen. So erreicht diese Botschaft Max, der als erster der Gruppe fährt. Sofort kehrt er um und repariert das Rad. Er hat bei jeder Tour einen Reserveschlauch und eine kleine Füllflasche mit Luft mit dabei. So ist das Rad schnell repariert und weiter geht die Tour bis zur Gsengalm auf 1447 Meter Seehöhe.

Oben angelangt, serviert uns Hüttenwirtin Julinde Posch eine Brettljause mit selbstgemachtem Bauernbrot, Käse und Speck. Außerdem gibt es ein Häferl Kaffee und flaumigen Marillenkuchen. Wir genießen die wunderbare Aussicht und die Ruhe auf dem Berg.
Nach der guten Almjause steht Max auf und holt die Ziehharmonika aus der urigen Hütte. Er spielt das Lied „Wahre Freundschaft soll nicht wanken”. Einige kennen das Lied und singen mit. Dann erzählt Hüttenwirtin Julinde Posch über ihr Leben auf der Alm. Ihr Tag beginnt um 5 Uhr morgens. Da melkt sie die Kühe und erledigt die Stallarbeiten. „Die ersten Bergwanderer kommen schon um 6 Uhr morgens zum Frühstück. Danach wandern diese weiter auf einem der Gipfel im Tennengebirge oder sind auf einem Weitwanderweg wie den Salz-Alpen-Steig, Richtung Annaberg-Lungötz unterwegs. Nach Julindes Erzählungen greift Max wieder zur Ziehharmonika und spielt ein weiteres Almlied.

Auf den Hängen oberhalb der urigen Almhütte hat sich eine rötliche Pflanzendecke ausgebreitet. Im Sommer blüht hier der Almrausch besonders schön. Bei genauerem Hinsehen entdecken wir neben dem Almrausch (Rhododendron), die blaue kugelige Teufelskralle (Phyteuma orbiculare) und den gelben Enzian (Gentiana lutea). „Ich habe noch nie einen Almrausch und noch nie Enzian gesehen”, freut sich Frank aus Passau. Kühe liegen gemächlich in der Wiese und beobachten uns interessiert. Lärchen- und Fichtenbäume spenden ihnen Schatten. „Hier sieht es so aus, so wie ich es aus dem Fernsehen kenne”, ist Julia aus Hamburg begeistert.

Nach einer kurzen Rast setzen wir unsere Helme wieder auf und radeln zurück zum Hotel in das Abtenauer Ortszentrum. Spätestens jetzt sind wir alle per du. Wir vereinbaren einen Absacker an der Bar. Danach genießen wir noch ein Weilchen den Wellness-Bereich des Hotels bevor wir uns zum Abendessen wieder sehen.

Fotos: © Hotel Gutjahr, Christine Fröschl

 

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