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Ein Sommer & Herbst voller Kunst und Kultur – Ausstellungen in der Burg Golling.

byClemens Rammerstorfer/23. Oktober 2025/inErlebnis & Ausflug, Kreativ, Kultur & Brauchtum, Menschen & G'schichten

Wer diesen Sommer und Herst durch die Burg Golling spazierte, wurde nicht nur von alten Mauern und historischen Geschichten begleitet – sondern auch von intensiven Farben und großartigen Kunstwerken. In den vergangenen Wochen und Monaten konnten von den Künstler und Künstlerinnen Katharina Prantl „Herbs and Colors“, Tamara „SOMA“ Volgger und Michael „Muck“ Töpfer (MMTART) „Power of Inspiration“ und Marc Itzinger, Paul Panther und Luca Laurence „Dreifaltigkeit“ großartige und vielfältige Kunstausstellung besucht werden!

Kunst, die klingt, duftet – und berührt

Katharina Prantls Bilder sind weit mehr als schöne Farbspiele. Ihre Arbeiten – teils abstrakt, teils inspiriert von der heimischen Pflanzenwelt – wirken fast wie musikalische Kompositionen. Die Künstlerin arbeitet mit wasserlöslichen Pigmenten und erschafft damit vibrierende, atmosphärisch dichte Werke, die klingen, schwingen und nachhallen.

Der Titel der Ausstellung – „Herbs and Colors“ – ist dabei Programm: Er spielt mit der Farbintensität ihrer Werke, aber auch mit dem Einfluss alpiner Kräuter wie Thymian, Salbei oder Schafgarbe, die tief in der Naturgeschichte des Salzachtals verwurzelt sind. Sie verwebt diese regionalen Bezüge in ihre künstlerische Sprache – und schafft damit eine Verbindung zwischen Landschaft, Mensch und innerem Erleben.

Zwischen Naturbeobachtung, Erinnerung und innerer Welt

Gezeigt werden Werke mit Titeln wie „Herzgewächs“, „Floral feminin“ oder „Lemberg zum Konzert – Tränen“, die zwischen innerer Welt und äußerer Naturbeobachtung pendeln. Besonders eindrücklich: das Werk „Entpuppt sich“, entstanden in der Corona-Zeit, in kräftigem Rot – ein Bild der Transformation, des Aufbruchs.

Einen anderen Zugang wählt die Künstlerin in der Serie „In den Söllen“: Über mehrere Wochen nähert sie sich einem konkreten Ort, fast wie in einem künstlerischen Tagebuch, das sich in Farbe und Form übersetzt. Diese intensive Auseinandersetzung mit Landschaft und Stimmung spiegelt sich in vielen ihrer Arbeiten wider.

„Orte wie die Burg Golling haben mich schon als Kind fasziniert“, erzählt Katharina Prantl. Die Einladung zur Sommerausstellung war für sie daher ein echtes Herzensprojekt. Viele ihrer Werke entstehen auf Reisen – inspiriert von Natur, Musik, Gesprächen und persönlichen Eindrücken. Dabei bleibt die Natur stets zentrale Inspirationsquelle.

Street Art trifft mittelalterliche Mauern

Die Ausstellung „Power of Inspiration“ bringt Graffitikunst in ein historisches Ambiente. Michael „Muck“ Töpfer und Tamara SOMA Volgger zeigen, wie spielerisch und vielfältig Inspiration in urbaner Kunst Gestalt annimmt.

Mit „Power of Inspiration“ eröffnet die Burg ein ungewöhnliches Ausstellungsformat: Street Art und Graffiti treffen auf jahrhundertealte Mauern. Die beiden Künstler Michael „Muck“ Töpfer und Tamara SOMA Volgger stellen ihre aktuellen Arbeiten vor – ein Dialog zwischen urbaner Gegenwartskunst und historischem Raum. Zu sehen war die Ausstellung vom 4. bis 21. September 2025 im Kunstraum der Burg Golling, die Vernissage fand am Donnerstag, 4. September, um 18 Uhr statt.

Graffiti und Street Art in Golling

Die Ausstellung fragt nach den Quellen künstlerischer Inspiration und zeigt, wie vielfältig sich kreative Prozesse entfalten können. Dass die Werke in einer Burg gezeigt werden, verleiht dem Projekt eine besondere Spannung: Die moderne Sprühkunst trifft auf mittelalterliche Architektur – ein Gegensatz, der den Blick auf die Kunst zusätzlich schärft.

Tamara „SOMA“ Volgger, geboren 1986 in Zell am See, kam über die Hip-Hop-Kultur zur Graffitikunst. Heute arbeitet sie hauptberuflich als Auftragskünstlerin, gibt Workshops und engagiert sich als Kuratorin. Für sie ist Kreativität ein universelles menschliches Potenzial. Ihre Inspiration schöpft sie aus Musik, Reisen und Alltagssituationen – oft auch ganz spontan.

Michael „Muck“ Töpfer, Jahrgang 1981 aus Oschatz bei Leipzig, ist seit den 1990er-Jahren in der Graffiti- und Street-Art-Szene aktiv. Seine künstlerische Handschrift verbindet Symmetrie, Leichtigkeit und farbenfrohe Formen, die Erinnerungen an seine frühen Jahre im Hip-Hop-Umfeld aufgreifen. Neben seiner Tätigkeit als Künstler organisiert er Workshops, kuratiert Projekte und gestaltet Fassaden im öffentlichen Raum. Mit seinem Projekt MMTART verfolgt er das Ziel, urbane Kunst sichtbarer zu machen und Künstlerinnen und Künstler mit Institutionen zu vernetzen.

„Dreifaltigkeit“ im Kunstraum der Burg Golling

Drei Künstler – Marc Itzinger, Paul Panther und Luca Laurence – brachten frischen Wind in die historischen Mauern und verwandelten die Burg Golling in eine farbenprächtige Oase zeitgenössischer Kunst.

Mit leuchtenden Farben und einer innovativen Formensprache greifen sie sowohl die Geschichte der Region als auch persönliche Eindrücke und Sehnsüchte aus ihrem Alltag auf und verarbeiten diese in Gemälden und Objekten. Die Vernissage fand am Donnerstag, 25. September um 19 Uhr im Kunstraum der Burg Golling statt. Die Ausstellung dauerte von Samstag, 27. September, bis Sonntag, 26. Oktober, jeweils Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 15.30 Uhr.

Junge Künstler auf der Burg Golling

Die historische Burg Golling öffnet ihre Tore für ein spannendes neues Ausstellungsprojekt: „Dreifaltigkeit“, eine Kooperation der Künstler Marc Itzinger, Paul Panther und Luca Laurence, war ab Ende September im Kunstraum der Burg zu sehen. Die drei Positionen, jede für sich markant und doch auf inspirierende Weise verwoben, beziehen sich in Form, Farbigkeit und Konzept auf regionale Geschichte, persönliche Erfahrungen und zeitgenössische Sehnsüchte.

Die Ausstellung nimmt den Betrachter mit auf eine Reise durch Licht und Raum. Itzinger, Panther und Laurence verwischen Grenzen zwischen Malerei und Objektkunst, greifen überlieferte narrative Strukturen auf und transformieren diese in abstrahierte, expressive Bildwelten. In den knorrigen Mauern der Burg entstehen kontrastreiche Dialoge: Alte Substanz trifft auf moderne Dynamik, Ruhe auf Impuls, Intimität auf Monument.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten den Abend, um in die dichten Bild- und Raumwelten einzutauchen und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die präsentierten Arbeiten führen unterschiedliche Handschriften zusammen: Malerei, Objektkunst und texturierte Bildräume erfüllen die Burg mit Wechselwirkungen aus Farbe, Form und Materialität. Statt reine Gegenüberstellung entsteht ein Dialog — zwischen alter Substanz und moderner Dynamik, zwischen intimer Geste und monumentaler Präsenz. Die Ausstellung lädt dazu ein, gewohnte Sehgewohnheiten zu hinterfragen und historische Bezüge in neuem, zeitgenössischem Kontext zu erleben.
Hervorzuheben ist das Werk von Paul Panther, das Motive regionaler Archäologie aufgreift. Inspiriert von Funden rund um den Pass Lueg — darunter der bronzezeitliche Kammhelm — transformiert Panther historisches Material in eine expressive Bildsprache, die Handel, Ritual und Alltag als vielschichtige Impulse begreift und zugleich in Gegenwartsfragen überführt.

Kontakdaten

Tourismusverband Golling

Telefon: +43 (0)6244 4356
Internet: www.golling.info
E-Mail: burg@golling.info

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