Die Königin der Alpen: die Zirbe

Robust, widerstandsfähig, den extremen Wetterbedingungen im Gebirge trotzend – die Zirbe ist ein Baum der Berge.

Die Zirbe ist ein immergrüner Nadelbaum. Sie hält dem Wind, der Kälte, der Trockenheit und dem Schneedruck im Gebirge stand. So ist der zähe Baum bis zur Baumgrenze zu finden. Dort oben ist die Zirbe, den äußeren Bedingungen geschuldet, häufig bizarr geformt.

Königin der Berge die Zirbe ©Martina Gappmaier

Viele Namen – ein Baum

Für die Zirbe gibt es die unterschiedlichsten Bezeichnungen. So wird die Zirbe auch

  • Zirm
  • Zirbel
  • Zirbenkiefer
  • Zirbelkiefer
  • Arve
  • Arbe

genannt. Der botanische Name der Zirbe ist ist Pinus Cembra.

Wunderbaum Zirbe ©Martina Gappmaier

Merkmale der Zirbe

Die Zirbe gehört zur Familie der Kieferngewächse. Sie kann bis zu 30 Meter hoch werden. Ihre kurzen Äste strecken ihre Enden Richtung Himmel. Die dünnen, langen Nadeln sind in einem dunklen Grün gefärbt. Ein Nadelbüschel besteht aus fünf Zirbennadeln. Die Rinde einer jungen Zirbe ist glatt. Später wird diese rau und rissig.

Die Zirbenkiefer ©Martina Gappmaier

Gut Ding braucht Weile

Es dauert über ein halbes Jahrhundert bis eine Zirbe das erste Mal zu blühen beginnt. Dies geschieht dann nur alle 6 bis 10 Jahre. Die Zapfen mit den Samen sind erst im Folgejahr nach der Blüte reif. Diese Samen bedeuten für den Tannenhäher wertvolles Futter. Für die Zirbe wiederum ist der Tannenhäher ein wichtiger Verbreiter ihrer Samen.

Die Zirbe wächst langsam ©Martina Gappmaier

Die Zirbe – ein hochgeschätzter Nadelbaum

Die Zirbe hat viele bemerkenswerte Eigenschaften. Dies wissen die Menschen schon seit Jahrhunderten zu schätzen. Das Holz der Zirbe ist

  • dicht
  • fein
  • leicht
  • weich
  • formbeständig.

Es lässt sich gut hobeln, schnitzen oder auch spalten. Außerdem duftet Zirbenholz wirklich herrlich.

Eine Zirbenkugel für die Wasserflasche ©Martina Gappmaier

Die Zirbe – ein Baum für alle Fälle

Die wohl wichtigste Aufgabe der Zirbe im Gebirge ist die Funktion als Schutzwald. Dieser schützt vor Lawinen, Erosion, Steinschlag und Überschwemmung. Zu Möbel verarbeitet, verbreitet das Holz der Zirbe eine herrliche Wohlfühlatmosphäre in unserem Zuhause. Es heißt außerdem, dass der Schlaf in einem Zirbenbett sehr erholsam und gesund sein soll. Auch Kissen, die mit gehobelten Zirbenspäne gefüllt sind, sollen sich positiv auf unseren Schlaf auswirken. Des Weiteren soll Zirbenholz gegen Insekten und Motten helfen. Auch lassen sich aus dem Holz der Zirbe wunderschöne Dekoartikel und Schnitzereien herstellen. Doch nicht nur das Holz der Zirbe ist sehr gefragt. So lässt sich aus den Zapfen der Zirbe ein köstlicher Schnaps herstellen. Er schmeckt nicht nur gut, sondern wird auch als Heilmittel getrunken.

köstlicher Zirbenschnaps ©Martina Gappmaier

Eine dufte Sache

Auch das ätherische Öl, das von der Zirbe gewonnen wird, ist sehr beliebt. Viele Menschen schwören auf den Duft der Zirbe. Sie setzen es ein, um unter anderem …

… für eine bessere Raumluft zu sorgen.

… die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern.

… mehr Energie zu haben.

… die Geselligkeit zu fördern.

… die Haut zu reinigen.

… besser zu schlafen.

… Erkältungen zu bekämpfen.

Um den Duft im Raum zu verteilen, kannst du einen Diffusor oder auch eine Duftlampe benützen. Wenn du Duftöl verwendest, achte darauf, dass es sich dabei um ein hundertprozentiges naturreines ätherisches Zirbenöl handelt.

Mitbringsel von der Zirbe

Kleine Geschenke von der Zirbe kommen immer gut an. Ihr findet Zirbenartikel auf vielen Märkten und Geschäften mit regionalen Produkten. Ihr könnt zwischen den verschiedensten Zirbenerzeugnissen wie zum Beispiel

  • Schnaps
  • Öl
  • Seife
  • Dekorationsartikel
  • Kissen
  • Schalen
  • und vielem mehr

wählen.

Ein Herz aus Zirbenholz ©Martina Gappmaier

Königin der Alpen

Die Zirbe ist schützenswert und ein besonderer Schatz der Natur.

Martina G
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