Herbstzeit ist Wildzeit

Wir dürfen uns wirklich glücklich schätzen im schönen Salzburger Land zu leben. Alle vier Jahreszeiten sind uns noch gegönnt. Nicht nur landschaftlich ein Augenschmaus, auch kulinarisch eine besondere Zeit.
Die Tage werden schon wieder kürzer, in der Früh liegt der Nebel im Tal und der Morgentau auf den Wiesen – die Herbstzeit hat uns bereits voll erwischt! Schneller als uns manchmal lieb ist! ABER mit jeder Zeit kommt sein kulinarisches Highlight und den Herbst assoziiere ich eindeutig mit den Wildwochen!

Um euch auf die Wildwochen einzustimmen, darf ich euch weiter unten ein Wildrezept vom Gasthof Poschenhof in Abtenau zum Nachkochen präsentieren, welches Christa und Eva für mich zubereitet haben.

„Nachhaltigkeit“ – das neue Schlagwort in der heutigen Zeit.

Die Herkunft der Lebensmittel ist ein wichtiges Kriterium in Sachen Einkauf. Mir ist besonders die Regionalität und Saisonalität wichtig. Leider weiß man in vielen Gasthöfen nicht, wo die Lebensmittel herkommen.
Den Titel „Vom Wald auf den Teller“ habe ich diesem Beitrag bewusst gegeben, da im Gasthof Poschenhof der Weg der schmackhaften Wildgericht kürzer nicht sein könnte. Das Besondere ist, dass das Wildfleisch hier selbst geschossen und zerlegt wird. Der Chef des Hauses, Hans, ist Berufsjäger und sorgt für das Fleisch in den Wildwochen. Aber nicht nur er, die ganze Familie teilt die Leidenschaft der Jägerei. Seine Frau Anni und auch die Töchter Christa und Eva haben die Jagdprüfung absolviert und sind in ihrer Freizeit gerne in der freien Natur und im Wald. Diese Leidenschaft sieht man auch in der Inneneinrichtung der Gaststube, hier und da findet man in der Deko einen Hirsch oder andere Waldbewohner abgebildet.

Einblick in die Wirtshausküche zu den Wildwochen

Aber nun zurück zu den Wildwochen. Eva und Christa haben mich eingeladen, ihnen beim Kochen über die Schultern zu blicken. „Heute werden wir für dich ein Hirsch-Cordon-Bleu mit Ofenkürbis und Wildkräuterkartoffeln zubereiten“, berichtet mir Eva. „Der Kürbis ist aus unserem eigenen Garten und die Kartoffeln vom Walser Bauern Kaspar Reischl von der GenussRegion Walser Gemüse“, fügt Christa noch hinzu während ich den beiden in die Küche folge.

Wildrezept zum Nachkochen:

Das Hirsch Cordon-Bleu ist neben den vielen anderen Wildgerichten wie zum Beispiel Rehragout mit Rotkraut, Wildererpfandl, Hirschrücken uvw. ein beliebtes Gericht in den Wildwochen.

Zutaten für das Hirsch-Cordon-Bleu mit Kürbiskernparnier

  • Hirschschnitzel vom Hirschschlögel
  • feingeschnittener Bauchspeck
  • Scheiben vom Bergkäse der GenussRegion Tennengauer Almkäse
  • Salz, Pfeffer
  • Parnier: Mehl, Eier, Semmelbrösel gemischt mit gehackten Kürbiskernen
  • Butterschmalz

Zutaten für die Beilagen:

  • Hokkaidokürbis aus dem Garten, Salz, Pfeffer, Olivenöl
  • Kartoffeln, Wildkräuter, Salz, Butter

Zu Beginn werden die Kartoffeln im Salzwasser gekocht bis sie gar sind.

Währenddessen den Hirschschlögel in Schnitzel doppelt schneiden, diese dann klopfen, mit Speck und Käse füllen und gut flach drücken. Die gefüllten Schnitzel nun würzen und parnieren. Die Cordon Bleu kurz ruhen lassen.

Inzwischen den Hokkaidokürbis halbieren und entkernen. Den Kürbis nun in Spalten schneiden und diese in eine feuerfeste Form geben, würzen und mit Öl beträufeln. Die Kürbisspalten bei mittlerer Schiene bei 190°C für etwa 15 Minuten in den Ofen geben.

Die Cordon Bleu können nun in heißem Fett heraus gebacken werden, bis sie auf beiden Seiten goldgelb sind. Ebenso die Kartoffeln schälen, in Butter schwenken und mit Salz und den Wildkräutern würzen.

So einfach geht´s und man hat ein vorzügliches Wildgericht gezaubert. Durch den Hirsch und auch den Speck im Cordon Bleu, schmeckt es gleich ganz anders als das klassische Cordon Bleu, das wir alle kennen!
Einfach zubereitet und äußerst lecker!!

Überzeugt euch selbst von den Köstlichkeiten der Wildwochen!

Übrigens, nicht nur das Gasthof Poschenhof (Wildwochen: 15.9.-14.10.2018) bietet in Abtenau Wildgerichte an, auch im Gasthof Kohlhof (Wildwochen: 21.9.-28.10.) und im Hotel Moisl sind auf der Karte Herbstschmankerl vom Wild zu finden.

Ich bin gespannt auf eure Bilder der leckeren Wildgerichte auf Instagram und würde mich freuen, wenn ihr unsere Hashtags #visittennengau, #visitabtenau anführt und die Bilder mit @visittennengau und @visitabtenau markiert.

Hier findet ihr das Gasthof Poschenhof:

HALLO! Mein Name ist Petra und ich komme aus dem sonnigen Abtenau im Lammertal. Seit November 2013 bin ich im Tourismusverband Abtenau tätig. Nach einigen Winter- und Sommersaisonen im Ausland und in verschiedenen Ortsteilen Österreichs hat es mich schlussendlich nach Hause zurück verschlagen. Weil´s daheim ja doch am Schönsten ist

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