Wanderlust im Tennengau: Der Weg ist das Ziel

SalzAlpenWeg im Tennengau
SalzAlpenWeg im Tennengau

Ich finde dieses Sprichwort beschreibt den Salzalpensteig am Besten. Der 230 km lange Weitwanderweg vom Chiemsee bis hin zum Hallstättersee, ist einer der facettenreichsten Mitteleuropas. Der länderüberschreitende Wanderweg führt von Bayern über Salzburg bis ins Salzkammergut. Die vielfältige Landschaft, herrliche Seen, kulturelle Sehenswürdigkeiten und die Geschichte des Salzes geben dem Salzalpensteig seinen einmaligen Charakter.

Ich habe mich für Euch mal auf die Spuren des „weißen Goldes“ – dem wertvollen Salz gemacht und den SalzAlpenSteig im Tennengau mal näher unter die Lupe genommen. Also zieht Euch schon mal die Wanderschuhe an – und los geht`s!

Der Salzalpensteig in Zahlen

Kuchler See Rastplatz
Rastplatz Bürgerausee Kuchl

Damit Ihr Euch die Dimensionen über diesen Weitwanderweg besser vorstellen könnt, hier ein paar Fakten über den SalzAlpenSteigs, der mit dem „Wandersiegel Premiumweg“ des Deutschen Wanderinstituts ausgezeichnet ist:

  • 230 km Gesamtlänge
  • 18 Tagesetappen durch 6 Tourismusregionen
  • 25 SalzAlpenTouren für Rundwanderungen und diverse Zubringer- und Abzweigerwege (5 davon im Tennengau)
  • Viele historische Orte und TOP-Ausflugsziele am Weg
  • Dauer: 103 Stunden
  • Höchster Punkt: Hochfelln 1662 m & Niedrigster Punkt: Kuchl 457 m
  • Start: Prien am Chiemsee & Ende: Obertraun am Hallstättersee
  • Beste Wanderzeit: Mai-Oktober, ganzjährig im Flachland

Salz prägt die Geschichte

Die Geschichte des Salzes beginnt schon vor 7.000 Jahren. Die damaligen Völker haben eindrucksvolle Spuren hinterlassen: archäologische Stätten der Kelten, Römer und Bajuwaren, sowie Burgen und Kirchen. In Berchtesgarden, Bad Dürrnberg und Hallstatt wird auch noch heute Salz gewonnen. Die Sole wird aus den Stollen in die Salinen befördert, wo in hochmodernen Anlagen Siedesalz erzeugt wird. Nicht so einfach hatten es jene Menschen, die 5.000 v. Chr. mit Steinbeilen und Pickeln aus Hirschgeweih mühsam Salz gewannen.

Grobes Salz (c) pixabay.com
Grobes Salz (c) pixabay.com

Für uns ist heute kaum noch vorstellbar, welch kostbares Gut Salz einst war. Salz bedeutete Gesunderhaltung und war lange das einzige Koservierungsmittel um lebenswichtige Nahrung für karge Wintermonate haltbar zu machen. Wo Salz ist, ist Leben und Wohlstand und so kam es, dass Salz zur wichtigsten Einnahmequelle der Region wurde. In Halltatt, Hallein, Bad Reichenhall und Berchtesgarden laden aktive Schaubergwerke zur Fahrt Untertag ein, in eine Zeit als Salz noch „das weiße Gold“ war.

Abenteuer pur im ältesten Salzbergwerk Europas

Spaß, Abenteuer und mystische Momente erwarten euch im uralten Reich des „Weißen Goldes“. Die Salzwelten am Dürrnberg bei Hallein sind die Stollen des Reichtums für Stadt und Land Salzburg. Mit der Grubenbahn geht’s lustig und bequem ins Bergesinnere und über die zwei langen Bergmannsrutschen gelangen ihr bis zum unterirdischen Salzsee, wo eine neue multimediale Show den Betrachter in eine zauberhafte Welt aus Licht und Ton entführt. Ihr folgt den Spuren der Kelten, die hier seit 400 v. Chr. Salz abbauten und entdecken die geheimnisvolle Welt der Bergmänner, die mit ihren Händen kilometerlange Stollenlabyrinthe in den Berg schlugen. Heute erleben hier große und kleine Gäste Abenteuer, Wissen und Spaß hautnah. Und das bei jeder Witterung – ob Hitze oder Regenwetter.

Weitere Ausflugsziele rund ums Salz entlang des SalzAlpenSteigs

SalzAlpenTouren- Tipp: Wanderung am Almenrundweg

Zur Quelle Naturdenkmal Gollinger Wasserfall
Zur Quelle am Gollinger Wasserfall

Zum Salzalpensteig gehören auch die SalzalpenTouren. Die kürzeren Touren bieten eine Erweiterungsmöglichkeit des Weitwanderwegs. In Russbach befindet sich die SalzalpenTour „Almenrundeweg“. Der Rundweg führt zuerst zur Traunwandalm, dann über die Angerkaralm zur Rinnbergalm. Für mich ist der Almenrundweg einer der schönsten Wanderwege der Region. Auf der Traunwandalm hat man einen atemberaubenden Blick zum Dachsteingletscher, den Gosaukamm und den Tennengebirge.

Entlang des Weges erfährt man allerlei Wissenswertes über das Leben auf der Alm. Die Bewirtschaftung der Almen war damals eine harte und entbehrungsreiche Arbeit. Wir sollten sie uns weniger romantisch und entspannend vorstellen als das heute vielfach den Anschein Erwecken mag. Neben der Beaufsichtigung des Viehs, war man in bewirtschafteten Almen vor allem mit der Herstellung von Butterschmalz, Schotten und Käse befasst. Erfreulicher Weise hat die Käseherstellung auf den Almen neuerdings im Zuge des Tourismus wieder eine Renaissance erfahren und alle Wanderer sind gut beraten, davon zu probieren.

Mehr über den SalzAlpenSteig und die SalzApenTouren im Tennengau erfahrt ihr hier im RTS-Beitrag von Gudrun Heger im Interview mit Franz Pölzleitner (Gästeservice Tennengau) und Georg Bergschober (Tourismusverband Annaberg-Lungötz). Es gibt einfach soviel zu erwandern bei uns im Lammertal 🙂 Oder kennt ihr schon den Heufigurenweg oder den Kopflackengeist?

Salz zum Atmen – die Gradieranlage Russbach

Jetzt haben wir das Salz im Tennengau erwandert. Nun wird es mal Zeit einmal so richtig durch zuatmen und zu entspannen. Denn auch für die Gesundheit hat Salz eine positive Wirkung. In der Gradieranlage im Russbacher Wasserpark rieselt Sole-Nebel über Latschenzweige von unseren heimischen Almen. Die mit Sole und ätherischen Ölen angereicherte Luft wirkt besonders wohltuend auf die Atemwege. Diese Kombination ist einzigartig in ganz Österreich. Die fein versprühte Sole aus den Tiefen des Halleiner Salzgebirges wirkt besonders auf die Atemwege. Bewusstes Atmen fördert diesen Effekt. Durch die Sole atmet man freier, zudem ist sie durchblutungsfördern. Die Gradieranlage wirkt ähnlich wie ein Aufenthalt an der Meeresluft. Besonders geeignet ist die Anlage bei Bronchitis, Pollenallergikern und Asthmatikern.

Habt ihr jetzt auch Lust bekommen den Salzalpensteig zu erkunden? Endlose Panorama Ausblicke, üppige Wälder, romantische Bergseen, werden zu unvergesslichen Bildern. Es ist alles da, am SalzAlpenSteig.

Alle Informationen zu den Etappen, Wegbeschreibungen, Unterkünfte, Gepäcktransport, Wanderführer und Anreise findet Ihr auf www.salzalpensteig.com

Hier geht`s nach Russbach am Pass Gschütt:

Michaela
Hallo mein Name ist Michaela Quehenberger. Ich bin in Russbach aufgewachsen und habe nun auch das Glück hier arbeiten zu dürfen. Da ich fast mein ganzes Leben in dieser Region gelebt habe, kenne ich Land und Leute. Die Ski- und Wanderregion Dachstein West liegt quasi vor meiner Haustür. Ich verbringe meine Freizeit gerne in der Natur und auf der Skipiste. Es freut mich daher sehr euch von meinen Erlebnissen und Veranstaltungen rund um Russbach berichten zu dürfen.

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