Rundwanderweg mit integriertem Streichelzoo

Lust auf eine ausgiebige Wandertour? Lust auf Abgeschiedenheit und Alm-Feeling? Lust, dich ein bisschen auszupowern? Dann komm mit auf die Kuchler SalzAlpenTour zur Nesslangeralm!

Was ist eine SalzAlpenTour?
Die SalzAlpenTouren sind Rundwanderungen entlang des Weitwanderwegs SalzAlpenSteig. Dieser führt auf den Spuren des „weißen Golds“ vom bayerischen Chiemsee durch den Tennengau bis zum Hallstätter See im oberösterreichischen Salzkammergut. Auf den 26 Rundtouren entlang des Wegs könnt ihr euch eine Auszeit nehmen und Körper und Seele Zeit zum Regenerieren geben.

Die Strecke ist in der Wanderkarte als „mittelschwer“ eingestuft, was ich durchaus realistisch finde. Wenn man viel am Berg unterwegs ist, kommt es einem sicher nicht so tragisch vor. Aber ich bin eher ein Angsthäschen und schnell verunsichert, wenn ich an einem steilen Stück entlang gehen muss. Und ich muss sagen, für die Tour solltet ihr schon trittsicher und schwindelfrei sein. Gerade beim Aufstieg sind Stellen dabei, an denen man darauf achten muss, wo man hin tritt.

Wenn man das allerdings bedenkt und darauf vorbereitet ist, bietet einem die Tour viel Abwechslung und ein tolles Wandererlebnis. Je nach Jahreszeit trifft man auf dem Weg außerdem die unterschiedlichsten tierischen Weggefährten an – sowas nenne ich Wandern im Einklang mit der Natur. 🙂

Hier geht’s los

Es geht also los an der Autobahnunterführung Gasteigstraße (oder einem beliebigen Parkplatz im Zentrum von Kuchl, ca. 5-15 Minuten Fußweg entfernt). Von dort geht es nur ein Stück aufwärts und gleich rechts in einen Traktorweg rein. Da geht man dann auch schon geradeaus auf den ersten Wegweiser zu, der einen nach rechts Richtung Gschwand und Truckenthannalm schickt. Hier geht man am unteren Waldrand entlang und hat gleich einen herrlichen Ausblick auf die saftigen, unendlich weiten grünen Wiesen.

Der Weg geht sogleich in eine Forststraße über, die euch an der Kuchler Quelle vorbei führt. Von hier aus gelangt das frische Trinkwasser ohne weitere Aufbereitung direkt in die Kuchler Leitungen. Ein Luxus, der heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Es geht also weiter und schon werdet ihr, je nach Jahreszeit, den ersten freundlichen Tierchen begegnet. Ein paar aufgeweckte Schweinchen nennen nämlich dieses Stück Wald ihr zu Haus. Die neugierigen Zeitgenossen kommen sofort an den Zaun und schauen nach, wer da zu Besuch kommt – zu niedlich! Die haben sicher ein glückliches Leben… 🙂

Der reinste Streichelzoo…

Ein wenig weiter bergauf heißt es dann auch schon, ab über die Pferdekoppel! Hier ist man mittlerweile so weit oben und im Wald drin, dass man von der unterhalb langführenden Autobahn nichts mehr mitbekommt. Die Haflinger machen sich gleich auf den Weg, um uns näher unter die Lupe zu nehmen. Da kann ich als Pferde-Närrin natürlich nicht anders, als inne zu halten, den beiden zuzuschauen und eine ordentliche Streicheleinheit zu geben, sobald sie bei mir angekommen sind. Diese Wandertour entpuppt sich als regelrechter Streichelzoo.

Ein Skilift in Kuchl?

Nachdem die beiden Männer, mit denen ich unterwegs bin, geduldig auf mich gewartet haben, geht‘s also weiter vorbei am ehemaligen Gasthof Gschwand. Hier bekommt man eine Ahnung davon, dass es im Winter in Kuchl mal viel mehr Schnee gab, denn man kann noch die Überreste der alten Liftanlagen sehen. Wenn ihr auf dem Rückweg zurück ins Tal mal nach rechts schaut, seht ihr auch noch das alte Kassenhäuschen…

Und es geht weiter bergauf. Spätestens jetzt bereue ich es, dass ich mit zwei super-Bergsteigern unterwegs bin. Durch den Wald zur Truckenthannalm kommt man nämlich ordentlich ins Schnaufen! Oben angekommen werdet ihr jedoch mit tollem Ausblick und wundervollem Alm-Feeling belohnt. Hier haben wir am Brunnen übrigens einem Feuersalamander beim Baden zugeschaut – putziges Kerlchen.

Das Ziel der SalzAlpenTour: die Nesslangeralm

Jetzt ist es auch nicht mehr weit bis zur Nesslangeralm. Eine etwas schwierigere Passage über einen Bach ist noch dabei und dann geht es über die Kuhwiesen rüber zur Alm. Hier angekommen haben wir uns natürlich erstmal ein frisches Getränk gegönnt. Die Alm hat übrigens nur an Wochenenden geöffnet, aber Getränke sind immer im Brunnen eingekühlt. Flaschenöffner und „Kasse“ befinden sich direkt an der Hüttentür.

Es geht abwärts

Wenn ihr euch an dem Ausblick sattgesehen (falls das überhaupt geht) und genug Energie getankt habt, könnt ihr euch auf den Rückweg durch den Wald begeben. Dafür folgt ihr einfach ein kurzes Stück der Straße von der Alm weg und lasst die Hütte des Kuchler Skiclubs rechts liegen. Folgt dann nicht der Kurve die Straße entlang, sondern geht geradeaus über die Wiese wieder Richtung Wald. Der Weg durch die ursprünglichen Wälder und die Ruhe, die nur von den Geräuschen der Waldbewohner unterbrochen wird, erden einen nochmal so richtig. Da kann man befreit durchatmen und den Alltag hinter sich lassen (und jetzt auch, ohne aus der Puste zu kommen 🙂 ). Auf dem Weg bergab bekommt ihr nochmal ein paar tolle Aussichtspunkte mit Blick auf das Salzachtal geboten.

Wir sind die SalzAlpenTour im Frühling gegangen. Aber durch die schattigen Waldwege, ist die Tour auch im Sommer bestens begehbar. Auch im Herbst hat die Rundwanderung ihren Reiz und im Winter kann man sie (allerdings mit Aufstieg von der anderen Seite) auch mit Tourenskiern gehen.

Nach dem WanderGenuss kommt der kulinarische Genuss

Für die gesamte Tour solltet ihr inklusive Pause in etwa fünf Stunden einplanen. Ich möchte mich nach der Tour nur noch in einen schönen Gastgarten setzen und was Leckeres essen. Also geht’s für mich auf zum Jadorferwirt. Der ist übrigens GenussGasthof. Also wenn ihr mal (auf die Schnelle) eine nette Geschenkidee braucht: Holt euch die Tennengau GenussGutscheine. Diese können bei fast 40 verschiedenen Partnern wie Käsealmen und Wirtshäusern eingelöst werden.

Hier geht’s zur SalzAlpenTour Nesslangeralm nach Kuchl:

Jana
Hallo, mein Name ist Jana – ich komme quasi aus dem „hohen Norden“, fühle mich aber nach mehreren Jahren in meiner Wahlheimat Österreich schon richtig „dahoam“.  In den schönen Tennengau hat es mich durch mein Studium an der FH Salzburg verschlagen und ich bin froh – vom ersten Moment an begeistert von der landschaftlichen Idylle – mit der Region auch nach meinem Abschluss durch die Tätigkeit beim Tourismusverband Kuchl verbunden zu bleiben. In meiner Freizeit zieht es mich in die Natur, die ich auf dem Rücken meines Pflegepferdes in vollen Zügen genieße. Außerdem ist mein Element das Wasser, weswegen mich die wundervollen Seen und Badeplätze in und um Kuchl besonders beeindrucken.

Ich sehe Kuchl und den Tennengau als „Zuagroaste“ sicher aus einer etwas anderen Perspektive und freue mich darauf, diese mit euch über diesen Blog teilen zu können!

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