Skifahren leicht gemacht im Kinderkurs der Skischule

Die Skilehrer der Skischule freeride alpin ©Sylvia Schober
Die Skilehrer der Skischule freeride alpin ©Sylvia Schober

Viele Kinder haben ihren Spaß im Schnee und wollen auch das Skifahren probieren. Ich habe mich heute einmal in der Skischule freeride alpin in Annaberg umgeschaut, wie so ein Tag als Kinderskilehrer ausschaut. Ich kann schon mal verraten – es sieht alles lustig und einfach aus. Aber das Team arbeitet konzentriert und professionell, um Skifahren als tolles Erlebnis zu vermitteln!

Hier geht es zur Anmeldung

Guten Morgen!“ Bereits ab 8.00 Uhr stehen Daniela und Sabrina parat. In der Skischule freeride alpin, direkt in der Talstation der Donnerkogelbahn in Annaberg/Skiregion Dachstein-West, ist schon einiges los. „Bei uns informieren sich die Gäste über die Skikurse„, erklärt Daniela. „Die Kinderkurse starten am Sonntag, die Anmeldung geht bis zu einem Tag vorher.“ Skifahren lernen geht schon früh los. „Wir haben auch Kinder, die erst 2 1/2 Jahre sind und schon mitfahren„, verrät Daniela, „dafür gibt es den Fuxi-Miniride-Kurs, der ist jeweils von 10.00 bis 12.00 Uhr. Das reicht den ganz Kleinen, wir wollen sie nicht überfordern, sondern fördern.“

Für alle anderen Kinder geht es jeweils zwei Stunden vormittags und nachmittags in das Übungsgelände und auf die Piste. Aber soweit sind wir jetzt noch nicht – ich schaue mich noch um. Im Shop gibt es nämlich auch einen bestens gewarteten Verleih. Auch auf das Service, wie Kantenschleifen oder Belag ausbessern kann man hier zurückgreifen. „Praktisch„, denke ich mir, „man reist ohne mühselige Schlepperei an und leiht sich hier das beste Material.“ Auch Rodeln und Schneeschuhe können hier ausgeliehen werden.

Übrigens: Ab und zu kann es passieren, dass ein sehr bekanntes, um nicht zu sagen weltbekanntes Gesicht hereinschaut. Skistar Marcel Hirscher hat hier in der Skischule seines Vaters Ferdinand ebenfalls Skifahren gelernt. Nach den Trainingseinheiten in seiner Heimat schaut er gerne mal vorbei.

Vom Zauberteppich in den Funpark

Ich mache mich auf dem Weg zum BaseCamp direkt neben der Donnerkogelbahn. Bei diesem Gebäude am Übungsgelände der Skischule treffen sich die Kinder und ihre Skilehrer am Morgen. Hier begegne ich Flo Rettenegger, einem der Betreiber der Skischule. Er hat Listen mit den Namen der Kinder für die Skilehrer mit: „Am Anfang des Kurses werden alle Kinder je nach Können in Gruppen eingeteilt„, erzählt er. Je nach Fortschritt im Kurs verlassen sie das Übungsgelände und fahren mit den anderen schon richtig auf der Piste. „In dieser Woche ist auch eine besonders schnelle Gruppe dabei. Die sind meistens im Funpark unterwegs.“

Im BaseCamp warten die Skilehrer schon gut gelaunt auf ihren Tageseinsatz. Julia aus Annaberg schätzt den Job direkt in ihrem Heimatort. Studentin Eleonore hingegen hat es in ihren Ferien von Niederösterreich hierher verschlagen: „Es macht Spaß mit den Kids, auch wenn es manchmal schon stressig werden kann„, lacht sie. Fabian aus Graz hält die Starterliste für das heutige Abschlussrennen seiner Gruppe schon in der Hand. Welche Tipps gibt er „seinen“ Kids noch mit auf den Start? „Tipps gebe ich keine, da schon lieber eine Runde Gummibärli„, schmunzelt er.

Skifahren lernen von den Profis

Ferdinand und Sylvia Hirscher, die Eltern des Skistars Marcel Hirscher ©Sylvia Schober

Es ist kurz vor 9.00 Uhr, die Skilehrer schwärmen aus. Moment, diesen markanten Bart kenne ich doch? Genau, es ist Ferdinand Hirscher, Papa von Doppelweltmeister und Vizeweltmeister Marcel Hirscher!

Seine Frau Sylvia und er betreiben mit Begeisterung die Skischule. Können alle Kinder Skifahren lernen? „In einem normalen Kinderskikurs schaffen es die Kids nach einer Woche zu 99 %, dass sie die Piste bewältigen können. Außer sie sind wirklich noch zu klein„, meint Ferdinand. „Die größte Freude für mich ist, wenn die Kinder einen Skikurs machen und ich treffe sie dann in den Ferien oder am Wochenende mit ihren Eltern auf der Piste.“ Noch schnell ein Foto und dann geht es los.

Kinderskikurs: Probieren geht über Studieren

Die ersten Kinder sind schon da! Mit Sturzhelm, Skianzug und einem Grinsen im Gesicht stehen sie am sonnigen Übungsgelände. Eva und Simone begrüßen sie mit einem lauten „Goedemorgen!“ Ein bisserl holländisch spricht hier wohl jeder. Kein Wunder, neben den meisten Gästen aus Österreich und Deutschland, machen auch viele Niederländer hier Urlaub. Die Verständigung mit den kleinen Gästen ist einfach. „Es arbeiten wie jetzt in der Hauptsaison bis zu 30 Skilehrer hier, einige davon sind aus Holland„, erklärt Eva. Aber auch mit anderen Nationen haben die Skilehrer kein Sprachproblem: „Wir zeigen ja alles vor und die Kinder machen es einfach nach.“ Auch untereinander verstehen sich die Kinder prima, egal, woher sie kommen: „In so einer Skikurswoche werden oft wirklich tolle Freundschaften geknüpft„, erzählt Simone. Etliche kommen sogar im nächsten Jahr wieder und freuen sich auf das Treffen.

Mit dem Zauberteppich beim Kinderskikurs geht es hinauf, und dann durch die Tore hinunter. Es klappt schon recht ordentlich: „Jetzt kann ich bald mit dem Papa Skifahren mitgehen„, freut sich Verena. Noah wiederum schaut sich im Fernsehen jedes Skirennen an: „Es ist so cool, wenn der Marcel Hirscher fährt„, schwärmt er.

Eine Pizza auf der Piste

Und jetzt die Pizza!“, ruft Skilehrerin Simone. Wie jetzt? Ist schon Jausenzeit? Alena und ihre Freundin Angelina klären mich auf: „Die Simone hat gesagt, wir sollen die Beine beim Fahren so stellen, dass sie aussehen, wie ein Pizzastück. Und es funktioniert super!“ Ach so ist das gemeint, die beiden Mädels beherrschen den Pflug schon perfekt.

Apropos Pizza, so ein Skitag macht ganz schön hungrig. Für die Kinder gibt es deshalb die Möglichkeit, ein Mittagessen dazu zu buchen. Das gibt es dann entweder im BaseCamp oder in einer ausgewählten Skihütte, wenn die Kids grad im Skigebiet unterwegs sind. Und wenn es einmal gar nicht klappt mit dem Skifahren? „Dafür gibt es den Fuxi-Kinderclub„, erklärt Eva, „hier werden Kinder ab 1 Jahr betreut. Es kann gespielt und getobt werden und oft machen auch die Skilehrer gerne mit.“ Die Öffnungszeiten für den Kinderclub sind von Sonntag bis Freitag jeweils von 9.00 bis 16.30 Uhr und kann für den ganzen Tag oder auch stundenweise gebucht werden.

Martin ist der Fuxi

Eine sehr wichtige Funktion darf heute Martin aus Graz übernehmen. Der Schüler schlüpft in das Kostüm des Maskottchens. Wie Martin wirklich aussieht? Das wird nicht verraten, schließlich ist er heute in wichtiger Mission unterwegs. Die Kinder lieben den Fuxi – blau/weiß mit einem kuscheligen Schwanz und einem lieben Gesicht, ist er umschwärmt, egal, wo er gerade auftaucht!

Fuxi ist natürlich auch bei der Siegerehrung dabei und freut sich mit den Kindern – jeder bekommt einen Preis und eine Urkunde übergeben. Stolz stehen die Eltern dabei und freuen sich über die Riesenfortschritte, die ihre Kinder in dieser Woche auf der Piste gemacht haben. Im nächsten Jahr kommen sie bestimmt wieder!

Meine 5 Tipps für die Anmeldung zum Kinderskikurs:

  • Die Anmeldung findet jeweils am Vortag für den Kurs statt
  • Am ersten Tag erfolgt die Einteilung je nach Können in die einzelnen Gruppen
  • Ein Kurs dauert normalerweise Sonntag bis Freitag (es besteht aber die Möglichkeit, immer einzusteigen) von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr
  • Für die Kleinsten gibt es den Fuxi´s Mini Ride, der jeweils von 10.00 bis 12.00 Uhr dauert
  • Mittagsbetreuung kann inklusive Essen und Getränk dazugebucht werden

Ob Gummibärli oder „Pizza“ auf der Piste: Seid ihr schon hungrig auf tolle Erlebnisse im Schnee? Dann meldet euch gleich in der Skischule an – viel Spaß!

Vom 10. bis 19. März 2017 gibt es wieder die Gaudiwoche in der Skiregion Dachstein-West: Bereits um 8.00 Uhr geht es mit den Hauptbahnen auf die Piste, Live-Musik und kulinarische Schmankerl auf den Hütten inklusive. Sei Co-Pilot im Pistenbully oder fahre mit deinem Husky-Schlitten … und vieles mehr!

Hier geht`s zur Skischule freeride alpin in Annaberg-Lungötz:

Sylvia
Aufgewachsen im Salzburger Land, hat es mich in meiner Jugend vorerst in die weite Welt gezogen. Nach Aufenthalten in London, Rom und der Türkei zog es mich wieder in die Heimat zurück. Ich denke, gerade den Erfahrungen und Erlebnissen aus dieser Zeit, verdanke ich nun den Blick für die wundervollen Plätze, Traditionen und Eigenheiten, die es auch daheim gibt und über die ich gerne im Blog berichte.
Der Spruch „dort wohnen, wo andere Urlaub machen“, trifft voll auf mich zu. Wann immer es geht, zieht es mich in die Natur. Dabei muss es für mich keine hochalpine Tour sein, eine gemütliche Wanderung auf eine der vielen bewirtschafteten Almen in unserer Region genügt oft aus, um den Blick weit schweifen zu lassen, um dann wieder zu mir selber zurück zu finden.
Im Winter teile ich die Leidenschaft Skifahren mit dem aktuell besten Skifahrer der Welt, wenn ich auch nicht so professionell über die Pisten der Skiregion Dachstein-West düse, wie er. Marcel Hirscher aus Annaberg hat es geschafft, fünfmal in Folge den Gesamtweltcupsieg zu erringen und ich bin stolz auf den wohl berühmtesten Sohn des Ortes.

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