„Schön schiach bitte“, heißt es, wenn der Krampus bei Lukas Bergschober ein neues Gesicht bestellt.

In den Wochen vor dem Krampustag am 5. Dezember hat Lukas Bergschober aus Annaberg Hochkonjunktur, denn er ist ein in der Region bereits bekannter Krampus-Maskenschnitzer: „Manche sind ein bisserl spät dran mit der Bestellung.“ Wie viele Krampusmasken er schon geschnitzt hat? Das weiß er gar nicht auf Anhieb. Aber der gelernte Spengler ist mit Leidenschaft dabei: „Das Schnitzen begleitet mich schon von klein auf.“

Am Anfang steht die Idee

An die 40 Arbeitsstunden braucht es, um eine Krampusmaske herzustellen. Dazu verwendet Lukas duftendes Zirbenholz: „Das ist ein weicheres Holz, es lässt sich gut bearbeiten und der Schnitt wird schöner.“ Zunächst wird dem Holzklotz mit der Motorsäge zu Leibe gerückt. Danach werden die Schnitzutensilien immer feiner, genauso wie die Gesichtszüge der Maske: „Ich hab schon vorher ziemlich genaue Vorstellungen, wie der Krampus aussehen soll„, erklärt Lukas, „es ist wichtig, schon zu wissen, ob die Maske einen geschlossenen Mund haben soll, oder ob er zum Schrei geöffnet sein wird. Meist skizziere ich die Larve vor.

Wie ein Krampus entsteht

Die Ohren werden zuerst nicht mitgearbeitet, sie dienen im Rohzustand als guter Maßstab für die Proportionen des Kopfes. Die Hörner, die er großteils von Bauern aus der Umgebung erhält, werden noch angeschraubt und der Krampus ist beinahe fertig. An die 5 kg kann eine Larve schon haben, da ist es wichtig, dass nichts drückt: „Oft haben die Masken innen einen Helm, darüber noch Reh- oder Hirschleder für den guten Sitz und Schaumstoff.“

Krampusmaske handgeschnitzt (c)Sylvia Schober

Lukas Bergschober geht beim Arbeiten auf den Wunsch seiner Kunden ein: „Manche mögen eher Teufelsmasken, ich selbst bevorzuge den traditionellen Krampus.“ In dieser Weise sind auch die Larven der Kreilbergpass Annaberg, deren Obmann er ist, von ihm geschnitzt worden. Am Samstag, 01. Dezember 2018, könnt ihr die Krampusse in Aktion erleben. Im Ortszentrum von Annaberg werden ab 18.00 Uhr die Kinderkrampusse einziehen, bevor der Lauf der großen Krampusse um 19.30 Uhr startet. Im Anschluss findet eine Aftershowparty im beheizten Festzelt direkt neben dem Laufgelände statt. Vorgeschmack gefällig? Bitte sehr:

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf und so steht Lukas bereits ab Februar wieder in seiner Werkstatt und gibt lädierten Masken ein „Facelifting“: „Es muss immer was repariert werden, auch Hörner gehen zu Bruch. Oder ich schnitz mir eine neue Larve!

Der Krampus am Adventmarkt

Besinnlicher geht es da schon am 02. Dezember 2018 zu, wenn hoch oben am Winterstellgut der Adventmarkt zum Verweilen einlädt. Lukas Bergschober wird ebenfalls dabei sein und zeigt die Kunst des Krampus-Maskenschnitzens direkt vor Ort. Daneben sind zahlreiche Krampus-Larven und Felle in einer Ausstellung zu bestaunen.

Und wenn es dann dunkel wird, sind auch schon die Glocken zu hören, die ein echter Krampus trägt und sein Kommen von Weitem ankündigt … aber keine Angst, die Krampusse sind am Weihnachtsmarkt nicht allein unterwegs: sie alle stehen unter dem Kommando vom Heiligen Nikolaus, der darauf schaut, dass alles ganz gesittet abläuft!

So kommt ihr zum Adventmarkt am Winterstellgut:

Aufgewachsen im Salzburger Land, hat es mich in meiner Jugend vorerst in die weite Welt gezogen. Nach Aufenthalten in London, Rom und der Türkei zog es mich wieder in die Heimat zurück. Ich denke, gerade den Erfahrungen und Erlebnissen aus dieser Zeit, verdanke ich nun den Blick für die wundervollen Plätze, Traditionen und Eigenheiten, die es auch daheim gibt und über die ich gerne im Blog berichte.
Der Spruch „dort wohnen, wo andere Urlaub machen“, trifft voll auf mich zu. Wann immer es geht, zieht es mich in die Natur. Dabei muss es für mich keine hochalpine Tour sein, eine gemütliche Wanderung auf eine der vielen bewirtschafteten Almen in unserer Region genügt oft aus, um den Blick weit schweifen zu lassen, um dann wieder zu mir selber zurück zu finden.
Im Winter teile ich die Leidenschaft Skifahren mit dem aktuell besten Skifahrer der Welt, wenn ich auch nicht so professionell über die Pisten der Skiregion Dachstein-West düse, wie er. Marcel Hirscher aus Annaberg hat es geschafft, fünfmal in Folge den Gesamtweltcupsieg zu erringen und ich bin stolz auf den wohl berühmtesten Sohn des Ortes.

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