{"id":33864,"date":"2021-03-25T09:00:57","date_gmt":"2021-03-25T08:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tennengau.com\/magazin\/?p=33864"},"modified":"2023-02-22T09:48:51","modified_gmt":"2023-02-22T08:48:51","slug":"so-war-es-damals-winter-auf-dem-bauernhof","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/magazin\/so-war-es-damals-winter-auf-dem-bauernhof\/","title":{"rendered":"So war es damals: Winter auf dem Bauernhof"},"content":{"rendered":"<h3>Erinnerungen an die Winterzeit auf einem Bauernhof in den 50er Jahren<\/h3>\n<p><strong>Kein Strom, keine Heizung und Arbeit von fr\u00fch bis sp\u00e4t: Mitte des vorigen Jahrhunderts war das b\u00e4uerliche Leben im Salzburger Innergebirg oft hart.<\/strong><\/p>\n<p>Nur der Blick in den Kalender verr\u00e4t, dass inzwischen der Fr\u00fchling Einzug gehalten hat. Allerdings scheint Frau Holle nicht viel Wert auf kalendarische Daten zu legen. Drau\u00dfen st\u00fcrmt und schneit es. Es scheint, als h\u00e4tte der Winter erst begonnen. Ich sitze gem\u00fctlich bei meinen Schwiegereltern in der K\u00fcche und schaue dem winterlichen Treiben drau\u00dfen zu. Wie war das eigentliche fr\u00fcher so im Winter? Neugierig bitte ich meine Schwiegermutter, Fanni, mir von den langen Wintern ihrer Kindheit zu erz\u00e4hlen. Meine Schwiegermama ist als \u00e4ltestes Kind von sechs Geschwistern auf einem mehrere Jahrhunderte altem Bauernhof in St. Martin am Tennengebirge aufgewachsen.<\/p>\n<div id=\"attachment_33869\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-33869\" class=\"size-thumbnail wp-image-33869 lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Brennholz-cMartina-Gappmaier-768x768.jpg\" alt=\"Sch\u00f6n aufgez\u00e4unt (c)Martina Gappmaier\" width=\"768\" height=\"768\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 768px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 768\/768;\" \/><p id=\"caption-attachment-33869\" class=\"wp-caption-text\">Sch\u00f6n aufgez\u00e4unt (c)Martina Gappmaier<\/p><\/div>\n<h3>Alle unter einem Dach<\/h3>\n<p>Neben Fanni und ihren Geschwistern lebten damals noch ihre Eltern sowie die blinde Gro\u00dfmutter am Hof. Aber auch die eine oder andere Cousine war immer wieder einige Zeit bei ihnen untergebracht. Au\u00dferdem wohnten auch M\u00e4gde und Knechte das ganze Jahr im Haus. \u201eEs seien immer drei bis vier Fremde bei uns am Bauernhof gewesen\u201c, berichtet Fanni. Damals sei man abends fr\u00fch schlafen gegangen. Man h\u00e4tte lange kein elektrisches Licht gehabt, nur Petroleumlampen. Jeden Samstagabend wurde der Rosenkranz gebetet. Dazu kniete man sich um den Tisch auf den Boden. Der Vater war der Vorbeter.<\/p>\n<h3>Warmer Ziegelstein \u2013 der einzige Komfort<\/h3>\n<p>Im ganzen Haus sei es fr\u00fcher kalt gewesen, erz\u00e4hlt Fanni. Die Ausnahme war die K\u00fcche. Von der W\u00e4rme der K\u00fcche profitierten auch die elterliche Schlafstube und Fannis Schlafkammer. Die Eltern teilten ihr Zimmer mit Fannis j\u00fcngsten Geschwistern. Durch die Lage neben der K\u00fcche, bekam das Schlafzimmer etwas W\u00e4rme ab. Das Zimmer in dem Fanni schlief, befand sich \u00fcber der K\u00fcche. Durch ein Loch im Fu\u00dfboden, Kammerloch genannt, konnte W\u00e4rme nach oben gelangen. Fr\u00fcher war es \u00fcblich, dass man sich ein Zimmer mit mehreren Personen teilte. In Fannis Kammer seien 4 bis 5 Betten gestanden. Wenn es sehr kalt war, wurde ein warmer, in T\u00fccher eingewickelter Ziegel mit ins Bett genommen. Dieser konnte seine angenehme W\u00e4rme lange speichern. Als Matratzen dienten S\u00e4cke. Diese wurden einmal im Jahr, um den Nikolaustag herum, mit frischem Stroh gef\u00fcllt. An der Seite des Sacks war ein Schlitz. In diesen konnte man hineingreifen und das Stroh aufsch\u00fctteln. Auf den Sack legte man rupfene Leint\u00fccher, die sehr juckten. Die Bettdecke war mit Federn gef\u00fcllt und sehr schwer. Fanni fragt mich: \u201eWer w\u00fcrde sich heute noch in so ein Strohbett legen?\u201c<\/p>\n<p>Eisigkalt sei es auch auf den Aborten im Erdgeschoss und im ersten Stock gewesen. Dort hat es hereingest\u00fcrmt und oft war alles voll mit Schnee.<\/p>\n<div id=\"attachment_33870\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-33870\" class=\"size-thumbnail wp-image-33870 lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Heilzmaterial-cMartina-Gappmaier-768x768.jpg\" alt=\"Heizmaterial (c)Martina Gappmaier\" width=\"768\" height=\"768\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 768px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 768\/768;\" \/><p id=\"caption-attachment-33870\" class=\"wp-caption-text\">Heizmaterial (c)Martina Gappmaier<\/p><\/div>\n<h3>Fleisch \u2013 einmal im Jahr wurde geschlachtet<\/h3>\n<p>\u201eK\u00fchlschrank oder Gefriertruhe gab es keine. Brauchten wir auch nicht, da es im Winter im ganzen Haus kalt war\u201c, schmunzelt Fanni. Es wurde einmal im Jahr geschlachtet und zwar vor Weihnachten. Das war ein besonderes Ereignis. Das Fleisch kam mit Salzwasser ins Surfass. Dort konnte es portionsm\u00e4\u00dfig entnommen werden. Es reichte meist bis Ostern. Der Speck wurde geselcht.<\/p>\n<h3>Brot und Dunknudeln<\/h3>\n<p>Am Backtag wurden 17 bis 18 Roggenbrotlaibe gebacken. Diese wurde dann bis zum Verzehr auf einem Brotrem aufbewahrt. Mit der Zeit sind sie sehr hart geworden.<\/p>\n<p>Samstags gab es eine \u201aDunknudel\u2018 zum Essen. Dieser ovale Laib bestand aus Roggenmehl und Germ. Obendrauf wurde \u201aDunk\u2018 \u2013 Rahm, Sahne \u2013 gegeben.<\/p>\n<h3>Beschwerliches Leben am Bauernhof<\/h3>\n<p>Das Leben auf einem so alten Hof war oft m\u00fchsam. Im Winter ist die K\u00e4lte kaum drau\u00dfen zu halten gewesen. Es gab keinen Strom und somit kein elektrisches Licht, kein Radio, keine Waschmaschine, einfach nichts. Das Wasser holte man drau\u00dfen am Brunnen. Dies sei die Aufgabe der Gro\u00dfmutter gewesen. Diese kannte, obwohl sie die letzten dreizehn Jahre ihres Lebens blind war, jeden Tritt am Hof. Das Schmutzwasser wurde einfach zum Fenster rausgesch\u00fcttet. Abfluss gab es n\u00e4mlich keinen. Fanni erinnert sich noch genau an den Gestank vor dem Fenster. Die W\u00e4sche wurde drau\u00dfen am Wassertrog gewaschen. F\u00fcr die Kochw\u00e4sche befand sich in der Rauchk\u00fcche einen gro\u00dfen Ofen mit eingemauertem Kessel. Fr\u00fcher wurde die Kleidung aber nicht so h\u00e4ufig wie heute gewaschen. \u201eDa trug man die ganze Woche die gleichen Kleider\u201c, lacht Fanni.<\/p>\n<h3>Hosen waren nur f\u00fcr Buben und M\u00e4nner<\/h3>\n<p>Die M\u00e4dchen trugen, auch im Winter, keine Hosen &#8211; nur Kleider und R\u00f6cke. Eine Strumpfhose darunter sollte die Kinder w\u00e4rmen. Die Unterw\u00e4sche war eine Art Anzug mit \u00c4rmel und Hosenbeinen. Ober- und Unterteil waren zusammengen\u00e4ht. Hinten und im Schritt war er offen. Die Schuhe an den F\u00fc\u00dfen waren vom Schuster gemacht worden.<\/p>\n<h3>Es geht in die Schule!<\/h3>\n<p>Die Dorfschule in St. Martin war zu dieser Zeit dort, wo heute die Raiffeisenkasse ist. Fannis Schulweg war zum Gl\u00fcck nicht allzu weit. Doch manche Kinder brauchten gut eine Stunde, um in die Schule zu gelangen. Um durch den tiefen Schnee bis zur ger\u00e4umten Hauptstra\u00dfe zu kommen, leisteten Schneeschuhe gute Dienste. Oft war es auf dem Schulweg so kalt, dass die Kinder halb erfroren an der Schule ankamen.<\/p>\n<h3>Brennholz machten die Kinder selbst<\/h3>\n<p>Damit es im Klassenzimmer warm war, wurde ein Ofen eingeheizt. Das Brennholz mussten die Kinder im Schulkeller selber machen und dann in einem Korb hochtragen.<\/p>\n<div id=\"attachment_33875\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-33875\" class=\"size-thumbnail wp-image-33875 lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Zum-Kochen-und-Heizen-cMartina-Gappmaier-768x768.jpg\" alt=\"Zum Kochen und Heizen (c)Martina Gappmaier\" width=\"768\" height=\"768\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 768px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 768\/768;\" \/><p id=\"caption-attachment-33875\" class=\"wp-caption-text\">Zum Kochen und Heizen (c)Martina Gappmaier<\/p><\/div>\n<h3>Schulsuppe<\/h3>\n<p>Die Schule dauert meistens bis 16 Uhr. Die Mittagspause betrug eine Stunde. In dieser bekamen die Kinder ein Schulessen, wie zum Beispiel Mais oder Milchreis. Die Sch\u00fcssel f\u00fcr die \u201aSchulsuppe\u2018 wurde unter der Bank aufbewahrt. Eine K\u00f6chin hat f\u00fcr die Sch\u00fcler gekocht. Im Vorhaus der Schule wurde das Essen, das sich in einem gro\u00dfen Bottich befand, ausgeteilt. Die Kinder stellten sich mit ihren Sch\u00fcsseln an.<\/p>\n<h3>3 Klassen \u2013 8 Schulstufen<\/h3>\n<p>Fanni erz\u00e4hlt, dass sie viele Kinder in der Schule waren. Damals war die 1. und 2. Schulstufe eine Klasse, die 3. und 4. bildeten ebenfalls eine Klasse und die 5., 6., 7. und 8. eine weitere. \u201eDa ging es oft wild zu\u201c, meint Fanni lachend. Zu jener Zeit gab es 3 Lehrpersonen an der Schule.<\/p>\n<h3>Ski fahren am Knabelleitenlift<\/h3>\n<p>In der Schule wurde nicht nur Rechnen, Schreiben und Lesen unterrichtet. Sondern es wurde auch gezeichnet oder im Winter ging es zum Ski fahren. Zu dieser Zeit gab schon einen Knabelleitenlift in St. Martin. Dieser war allerdings nicht so lang wie der heutige. Man musste sich an einem Seil festhalten und wurde hinaufgezogen. Fanni hat dies als sehr anstrengend in Erinnerung. \u201eDas letzte St\u00fcck war so steil, dass ich immer rausgefallen bin. Da hat mich dann der Herr Lehrer zwischen die Beine genommen\u201c, erz\u00e4hlt sie grinsend. Danach sei sie nicht mehr mit zum Ski fahren gegangen.<\/p>\n<div id=\"attachment_33867\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-33867\" class=\"size-thumbnail wp-image-33867 lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Baumstaemme-cMartina-Gappmaier-768x768.jpg\" alt=\"Baumst\u00e4mme (c)Martina Gappmaier\" width=\"768\" height=\"768\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 768px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 768\/768;\" \/><p id=\"caption-attachment-33867\" class=\"wp-caption-text\">Baumst\u00e4mme (c)Martina Gappmaier<\/p><\/div>\n<h3>Auch im Winter gab es gen\u00fcgend zu tun<\/h3>\n<p>W\u00e4hrend die Kinder in der Schule waren, hatten die Erwachsenen auch im Winter viel Arbeit. Die M\u00e4nner waren in der kalten Jahreszeit im Wald besch\u00e4ftigt. So wurden zum Beispiel St\u00e4mme und Zweige von B\u00e4umen, die im Herbst gehackt worden sind, zum Hof gezogen. Auch das Heu musste mit dem Pferdeschlitten transportiert werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_33872\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-33872\" class=\"size-thumbnail wp-image-33872 lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Holzstaemme-im-Schnee-cMartina-Gappmaier-768x768.jpg\" alt=\"Holzst\u00e4mme im Schnee (c)Martina Gappmaier\" width=\"768\" height=\"768\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 768px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 768\/768;\" \/><p id=\"caption-attachment-33872\" class=\"wp-caption-text\">Holzst\u00e4mme im Schnee (c)Martina Gappmaier<\/p><\/div>\n<h3>Die Frauen halfen am Hof alle zusammen<\/h3>\n<p>Die Liste der Arbeiten der Frauen am Hof ist lang. Oft waren es k\u00f6rperlich sehr anstrengende T\u00e4tigkeiten.<\/p>\n<ul>\n<li>F\u00fcr das Futter der K\u00fche musste unter das Heu Stroh gemischt werden.<\/li>\n<li>Silage wurde aus dem Silo geworfen. Das war besonders anstrengend, denn die Silage war sehr schwer, da extra Wasser zugegeben wurde. Das Silofutter musste mehrmals \u00fcberhoben werden \u2013 vom Silo in den Stadel, vom Stadel in den Hof und vom Hof in den Stall.<\/li>\n<li>Die K\u00fche wurden von Hand gemolken.<\/li>\n<li>Die Milch musste verarbeitet werden.\u00a0In sp\u00e4teren Jahren wurde sie in der Fr\u00fch mit dem Pferd zur Stra\u00dfe geliefert. Dort wurde sie abgeholt.<\/li>\n<li>Das Getreide, das aus eigenem Anbau stammte, musste gemahlen werden.<\/li>\n<li>Es waren die Kinder zu versorgen.<\/li>\n<li>Gekocht musste werden.<\/li>\n<li>Brot wurde gebacken.<\/li>\n<li>Die W\u00e4sche war zu waschen.<\/li>\n<li>Und es gab noch viele Arbeiten mehr.<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"attachment_33871\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-33871\" class=\"size-thumbnail wp-image-33871 lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Heu-fuer-die-Tier-cMartina-Gappmaier-768x768.jpg\" alt=\"Heu f\u00fcr die Tiere (c)Martina Gappmaier\" width=\"768\" height=\"768\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 768px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 768\/768;\" \/><p id=\"caption-attachment-33871\" class=\"wp-caption-text\">Heu f\u00fcr die Tiere (c)Martina Gappmaier<\/p><\/div>\n<h3>Im Stall<\/h3>\n<p>Der Wassertrog befand sich zwischen Haus und Stall. Wenn es kalt war, \u00fcberzog den Trog eine dicke Eisschicht. Damit die Tiere trinken konnten, mussten L\u00f6cher ins Eis geschlagen werden.<\/p>\n<p>Im Winter wurde zur damaligen Zeit kein Mist aus dem Stall entfernt. Gegen Ende der kalten Jahreszeit haben die K\u00fche dann fast die Decke ber\u00fchrt. Erst im Fr\u00fchjahr fuhr man mit einem Wagen in den Stall. Auf diesen wurde der schwere Mist aufgeladen. Das war eine sehr anstrengende Arbeit.<\/p>\n<div id=\"attachment_33873\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-33873\" class=\"size-thumbnail wp-image-33873 lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Kuhstall-cMartina-Gappmaier_LI-768x768.jpg\" alt=\"Kuhstall (c)Martina Gappmaier\" width=\"768\" height=\"768\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 768px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 768\/768;\" \/><p id=\"caption-attachment-33873\" class=\"wp-caption-text\">Kuhstall (c)Martina Gappmaier<\/p><\/div>\n<blockquote><p>\u201e<em>Es waren schwere Zeiten, aber andererseits war es auch sehr sch\u00f6n damals\u201c, findet Fanni.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<h3>Sch\u00f6ne Weihnachtszeit<\/h3>\n<p>Im Advent gab es jeden Tag um 6 Uhr eine Rorate in der Kirche. An diesen musste zumindest einer aus der Familie oder vom Gesinde teilnehmen. Fanni erinnert sich gerne zur\u00fcck, wie beim morgendlichen Kirchgang der Schnee so sch\u00f6n geknirscht hat.<\/p>\n<p>Jedes Jahr vor Weihnachten wurde der Boden eingelassen und versiegelt. Da h\u00e4tte dann das ganze Haus so gut gerochen,wei\u00df Fanni noch.<\/p>\n<p>Den Christbaum an Weihnachten hat immer die Mama geschm\u00fcckt. Da durften die Kinder nicht helfen. Sie hat ihn heimlich oben in der sch\u00f6nen Kammer hergerichtet. In diese hat sonst keiner hinein d\u00fcrfen. An Weihnachten kam der Christbaum dann in die K\u00fcche. Als Geschenk bekam jedes Kind einen Zibebenlaib. Einmal gab es auch eine Puppe oder Kleidung, die man gebraucht hat. Sonst gab es keine Geschenke.<\/p>\n<div id=\"attachment_33874\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-33874\" class=\"size-thumbnail wp-image-33874 lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Von-Schnee-bedeckt-cMartina-Gappmaier-768x768.jpg\" alt=\"Von Schnee bedeckt (c)Martina Gappmaier\" width=\"768\" height=\"768\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 768px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 768\/768;\" \/><p id=\"caption-attachment-33874\" class=\"wp-caption-text\">Von Schnee bedeckt (c)Martina Gappmaier<\/p><\/div>\n<h3>Ostern<\/h3>\n<p>\u201eAuch an Ostern gab es immer Kleinigkeiten geschenkt. Ich wei\u00df noch, was ich da f\u00fcr eine Freude gehabt habe\u201c l\u00e4chelt Fanni. Die Kinder haben am Balkon ein Osternest gemacht. Und dann seie am Palmsonntag, am Gr\u00fcnndonnerstag, am Karfreitag, \u2026. immer kleine \u00dcberraschungen im Nest versteckt gewesen.<\/p>\n<h4>Spannende Zeitreise<\/h4>\n<p>Danke, liebe Fanni, dass du uns von deiner Kindheit erz\u00e4hlt hast. Es ist wirklich sehr interessant, zu h\u00f6ren, wie das Leben fr\u00fcher war. Wer noch weiter in die damalige Zeit eintauchen m\u00f6chte, kann dies gerne in unseren Heimatmuseen oder im Salzburger Freilichtmuseum machen. Dort kann man auch den L\u00e4rchenhof auf dem meine Schwiegermama aufgewachsen ist, besichtigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erinnerungen an die Winterzeit auf dem Bauernhof in den 50er Jahren.<\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":33902,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[31,35],"tags":[375,735,736,287],"class_list":["post-33864","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-alle-beitraege","category-menschen-gschichten","tag-bauernhof","tag-frueher","tag-leben","tag-winter"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33864","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/49"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33864"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33864\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/33902"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33864"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33864"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33864"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}