{"id":27291,"date":"2019-05-16T19:12:59","date_gmt":"2019-05-16T17:12:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tennengau.com\/magazin\/?p=27291"},"modified":"2022-11-06T21:47:06","modified_gmt":"2022-11-06T20:47:06","slug":"es-singt-und-klopft-und-toent-im-wald-die-singvoegel-kuenden-den-tag-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/magazin\/es-singt-und-klopft-und-toent-im-wald-die-singvoegel-kuenden-den-tag-an\/","title":{"rendered":"Es singt, ruft und klopft im Wald"},"content":{"rendered":"<p><strong>Schon bevor die ersten Sonnenstrahlen vom Tag k\u00fcnden, beginnt im Fr\u00fchjahr ein grandioses Vogelkonzert. Amseln, Drosseln, Fink und Star singen was ihre Kehlchen hergeben. Sobald der Kuckuck ruft, beginnt die warme Zeit. Im Sommer verstummt das Vogelkonzert und im Herbst machen sich viele Piepm\u00e4tze wieder auf die Reise in den warmen S\u00fcden.<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Hast du den Kuckuck geh\u00f6rt?&#8221;, fragt mich eine Freundin bei einem Spaziergang rund um den <a href=\"https:\/\/abtenau-info.at\/rund-ums-jahr\/themenwanderwege\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eglsee in Abtenau<\/a>. Ich bleibe stehen und lausche. Ein Buchfink zwitschert auf einem Ast einer nahen Buche, ein anderer piepst zur\u00fcck. Und ein Amselm\u00e4nnchen singt dazwischen. Blaumeisen fliegen emsig hin und her, h\u00fcpfen auf dem Waldboden und picken Futter auf. Ein Stieglitz l\u00e4sst sich auf dem Wipfel einer Fichte nieder. Von dieser Aussichtswarte aus, beobachtet dieser bunte Vogel die Umgebung. Kuckuck-Rufe h\u00f6re ich nicht. Ich lausche und vernehme endlich: &#8220;Kuckuck. Kuckuck. Kuckuck.&#8221; Sogleich hole ich meine Geldb\u00f6rse aus dem Rucksack und sch\u00fcttle diese, denn im Volksmund hei\u00dft es: &#8220;Wenn der Kuckuck ruft, sch\u00fcttle deine Geldb\u00f6rse. Dann ist das ganze Jahr Geld darin.&#8221; Ich bin zwar nicht abergl\u00e4ubisch. Mache es aber jedes Jahr trotzdem sobald ich den Ruf dieses Zugvogels h\u00f6re.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-27310 size-full lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/bb42a1ce24f42b9c5525b1bb57988b97feb0fb4d152dc4649382c4fe4906d30c-1.jpg\" alt=\"bbacefbcbbbbfebfbddccfedc\" width=\"512\" height=\"341\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 512px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 512\/341;\" \/><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-27312 lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/dca341f3d587d1672968387058687155ef5e63b5f347867687f24c12743fc2d3-1.jpg\" alt=\"dcafddefebffcfcd\" width=\"512\" height=\"336\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 512px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 512\/336;\" \/><\/p>\n<p>Buchfink \u00a9 Hans Glader<\/p>\n<p>Blaumeise \u00a9 Josef Limberger<\/p>\n<p><strong>Vogelkonzert im Fr\u00fchling<\/strong><br \/>\nAmseln tr\u00e4llern im Fr\u00fchling schon vor Sonnenaufgang ihr Lied. Sie sitzen auf dem Wipfel einer Fichte oder Tanne und pfeifen was ihre Kehlchen hergeben. Mit dem Sonnenaufgang stimmen nach und nach andere S\u00e4nger in das vielstimmige Vogelkonzert mit ein. &#8220;Der Hauptgrund, warum die V\u00f6gel ihre morgendlichen Zwitscherkonzerte abhalten, ist zu signalisieren: Hier ist mein Revier!\u201c, erkl\u00e4rt Vogelkundlerin Christine Medicus vom Haus der Natur in der Stadt Salzburg. Um ihr Revier abzugrenzen und zu verteidigen, pfeifen die M\u00e4nnchen jedem Vogel etwas, der ihnen ins Gehege kommt. Zudem locken sie damit Weibchen an. Je mehr Konkurrenz die M\u00e4nnchen haben, desto mehr singen sie&#8221;, sagt Medicus. Und es ist wie ein Wechselgesang. Wenn einer anf\u00e4ngt, setzen die anderen ein.<br \/>\nWas die Kr\u00e4fte\u00f6konomie betrifft, lohnt sich das Gesangsverhalten der V\u00f6gel f\u00fcr den einzelnen S\u00e4nger ebenso wie f\u00fcr seine Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer, besagen Studien der Berliner Humboldt-Universit\u00e4t. Demnach k\u00f6nnen V\u00f6gel im Gesangsduell ihre Kr\u00e4fte viel schonender messen als in Revierk\u00e4mpfen. &#8220;Wenn die Reviergrenzen klar sind, reicht es, wenn das M\u00e4nnchen an den Grenzen singt&#8221;, beobachtet Medicus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-27292 aligncenter lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/1fc542936b6aee39d44a91a94877659ac40822f300512475eaa9fb953a7e597f.jpg\" alt=\"fcbaeedaaacfeaafbaef\" width=\"512\" height=\"465\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 512px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 512\/465;\" \/><\/p>\n<p>Das Amselm\u00e4nnchen f\u00fcttert seine Jungen \u00a9 Otto Reder<\/p>\n<p><strong>Der Kuckuck ruft und taucht dann im dichten Blattwerk unter<\/strong><br \/>\nMeine Augen suchen den Rufer. Endlich entdecke ich das gut getarnte Tier auf einem Baum. Nach seinem Ruf fliegt der Kuckuck weiter und verschwindet bald im Bl\u00e4tterwerk eines weiter entfernten Baumes. Wieder h\u00f6re ich seinen Ruf und freue mich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-27308 aligncenter lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/a74b165ce695737fa9690ca6f95ab0770789edebc751cd72d3180ffcb2face7c-1.jpg\" alt=\"abcefacafabedebccddffcbfacec\" width=\"339\" height=\"512\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 339px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 339\/512;\" \/><\/p>\n<p>Kuckuck \u00a9 Gerhard Woschitz<\/p>\n<p>Der Kuckuck (Cuculus canorus) ist circa so gro\u00df wie eine Taube. Nur das Kuckucks-M\u00e4nnchen ruft. Dieser Zugvogel hat eine Fl\u00fcgel-Spannweite von circa 60 und einer K\u00f6rperl\u00e4nge von gut 30 Zentimetern. Im Flug sieht diese Art einem Sperber \u00e4hnlich, hat jedoch spitzere Fl\u00fcgelenden. Im Sitzen f\u00e4chert und hebt er oft den gestuften Schwanz leicht an. Die Fl\u00fcgel spreizt er ebenfalls etwas ab. Uhrmacher fr\u00fcherer Zeiten haben diesen Vogel genau beobachtet und ihn samt seinem Ruf in einer Kuckucksuhr nachempfunden. So k\u00f6nnen die Besitzer das ganze Jahr den Ruf des Fr\u00fchlingsk\u00fcnders h\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>Spechte trommeln im Wald<\/strong><br \/>\nWir wandern weiter und tauchen auf einem schmalen Wanderweg in den Wald ein. Da h\u00f6ren wir ein schnelles Tak.Tak.Tak. Ein Specht holt sich sein Mittagessen oder grenzt sein Revier ab. Wir entdecken den Buntspecht. Er klopft solange in den Baumstamm bis er sich die Maden herausfischen kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-27307 aligncenter lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/689517f53b69b94b2698f71dfc4f7decfcced1059a13351e2586416b37ba2b5a-1.jpg\" alt=\"fbbbfdfcfdecfccedaebbaba\" width=\"344\" height=\"512\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 344px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 344\/512;\" \/><\/p>\n<p>Buntspecht \u00a9 Josef Limberger<\/p>\n<p>Vogelliebhaber gehen mit ihrem Fernglas in den Wald um die Piepm\u00e4tze besser beobachten zu k\u00f6nnen. Dagmar Breschar vom<a href=\"https:\/\/naturschutzbund.at\/salzburg.html\"> Naturschutzbund<\/a> braucht dazu keines. Momentan begeistert sie die Spatzenbande vor ihrem Haus. &#8220;Sie fliegen im Schwarm von einer Stra\u00dfenseite auf die andere und schimpfen&#8221;, erz\u00e4hlt sie lachend. Stieglitze oder auch Distelfinken (Carduelis carduelis) genannt, z\u00e4hlen ebenso zu ihren Lieblingsv\u00f6geln. Wenn jemand einen Garten hat w\u00e4re es sch\u00f6n, wenn die Blumen bl\u00fchen und fruchten d\u00fcrfen. Breschar: &#8220;Disteln sind wertvolle Blumen mit nahrhaften Samen im Herbst. F\u00fcr den Distelfink sind diese \u00fcberlebenswichtig.&#8221;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-27309 aligncenter lazyload\" data-src=\"https:\/\/www.tennengau.com\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/b0dcd5be6537448195f7b9f428db2dc1f449c4997f4da0ccc48883f7d1e61392-1.jpg\" alt=\"bdcdbefbfdbdcfcfdacccfde\" width=\"512\" height=\"329\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 512px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 512\/329;\" \/><\/p>\n<p>Stieglitz \u00a9 Hans Glader<\/p>\n<p>Im Sommer wird es ruhiger im Wald und auf der Wiese. Sobald die Reviergrenzen abgesteckt sind, singen M\u00e4nnchen seltener. Sie suchen nach Nahrung f\u00fcr ihre Jungen und um die hei\u00dfe Mittagszeit ein schattiges Pl\u00e4tzchen f\u00fcr ein Nickerchen. Im Herbst sammeln sich die Zugv\u00f6gel und dann geht`s ab in den S\u00fcden. Im n\u00e4chsten Jahr kommen sie wieder und beginnen ihr Lied von neuem.<\/p>\n<p>Titelbild Singdrossel \u00a9 Wolfgang Schruf<br \/>\nFotos hat der Naturschutzbund f\u00fcr diesen Artikel zur Verg\u00fcgung gestellt. Vielen Dank daf\u00fcr! Titelbild Singdrossel \u00a9 Wolfgang Schruf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon vor den ersten Sonnenstrahlen verk\u00fcndigen die V\u00f6gel den Tag!<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":27305,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[98,500,46],"class_list":["post-27291","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-erlebnis-ausflug","tag-abtenau","tag-singvoegel","tag-wandern"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27291","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27291"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27291\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/27305"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27291"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27291"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tennengau.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}